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Aufbau von Verbindungen zwischen der Industrie und den Hochschulen: Zusammenarbeit zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Am 14. und 15. Mai 1998 fand in Coventry, Großbritannien, eine wichtige Konferenz mit dem Titel "Aufbau von Verbindungen zwischen der Industrie und den Hochschulen zur Stärkung der Wettbwerbsfähigkeit" statt. Sie wurde mit Unterstützung durch das britische Präsidium vom Midlan...
Am 14. und 15. Mai 1998 fand in Coventry, Großbritannien, eine wichtige Konferenz mit dem Titel "Aufbau von Verbindungen zwischen der Industrie und den Hochschulen zur Stärkung der Wettbwerbsfähigkeit" statt. Sie wurde mit Unterstützung durch das britische Präsidium vom Midlands Innovation Relay Centre veranstaltet. Die Förderung effizienterer Zusammenarbeit zwischen der Industrie und den Hochschulen, insbesondere durch Betonung von Beispielen erfolgreicher Partnerschaften aus allen Teilen Europas, ist eine der Schlüssellösungen für den Abbau des "Innovationsdefizits" in Europa - jedenfalls nach dem Aktionsplan der Kommission für Innovation. Dieser Defizit ist darauf zurückzuführen, daß die Forschungsergebnisse erfolgreicher europäischer Wissenschaftler und Forscher nicht zu kommerziell nutzbaren Produkten führen.

Auf dieser stark profilierten Konferenz trafen sich einige von Europas wichtigsten Entscheidungsträgern, Akademikern und Industrialisten. Mit Präsentationen über erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Sektoren in verschiedenen Teilen Europas und anhand von Fallstudien und in Workshops sollte der Austausch über die "Gute Praxis" angeregt werden. Zu den Workshop-Themen zählten u.a.: Gründung von Campus-Unternehmen und Spin-Off; Zusammenarbeit auf Projektbasis; die Strategie hinsichtlich der Schutzrechte an geistigem Eigentum, und die Rolle von Netzen und der öffentlichen Einrichtungen. Weitere Workshops behandelten spezifische Fallstudien aus verschiedenen Ländern oder technologischen Sektoren.

Die Eröffnung der Konferenz erfolgte durch John Battle, den britischen Minister für Wissenschaft, Energie und Industrie, der die Notwendigkeit "guter Verbindungen für die Zusammenarbeit zwischen akademischen und Industrieforschern" hervorhob, damit "die hohe Qualität unserer akademischen Forschung in Europa von entsprechenden Möglichkeiten für die Produktion von technisch hochentwickelten Produkten, Prozessen und Dienstleistungen begleitet wird, die auf dem globalen Marktplatz Erfolg haben."

Ein von Mr. Battle umrissenes Beispiel für gute Praxis ist das sog. "Foresight Scheme". Dieses soll gewährleisten, daß britische Forscher die Gebiete identifizieren können, auf denen technologischer Fortschritt die industrielle Wettbewerbsfähigkeit der britischen Industrie am stärksten fördert. Nach Mr. Battle lag der Hauptvorteil des Foresight-Programms darin, daß es insbesondere "auf die Herstellung von Verbindungen zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor und der akademischen Welt und der Industrie abstellte". Die Mitwirkung der Industrie bedeutet, daß Foresight "viel mehr als eine rein akademische Übung ist", nämlich "ein pulsierendes Werkzeug, das neue Ideen, die Anbahnung neuer Beziehungen, neue Forschung und neue Produkte anregt".

Auf der Konferenz sprach auch Frau Edith Cresson, die Europäische Kommissarin für Wissenschaft, Forschung und Innovation. Sie wies auf die Tätigkeit der EU zur Reduzierung des Innovationsdefizits in Europa und die Notwendigkeit der Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit hin. Während auf allen Ebenen, d.h. auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene, Maßnahmen der Industrie, der Hochschulen und der Finanzinstitute notwendig seien, versuche die EU, viele der Probleme im Rahmen des Aktionsplans für Innovation und des anstehenden Fünften FTE-Rahmenprogramms und durch andere Initiativen zu lösen.

Eine von Frau Cresson Im Dezember 1997 eingeleitete Initiative ist eine eingehende Beratung über Mittel zur Ermutigung und Unterstützung der Gründung neuer High-Tech-Unternehmen. Campus-Unternehmen und Spin-off sind typisch für die High-Tech-Unternehmen, die im Rahmen der Initiative der Kommission gestützt werden sollen. Andere, von der Kommission unterstützte, Aktionen sind die Erschließung von Risikokapital-Quellen für High-Tech-Unternehmen und Starthilfe bzw. Mittel für ihr Wachstum. Die I-TEC und die Wachstums- und Beschäftigungsinitativen und die Europäische Technologieanstalt wurden alle im vergangenen Jahr eingerichtet. Mit Nutzung von nur etwa 380 Mio. ECU an EU-Finanzierungsmitteln in den kommenden Jahren dürften diese Initiativen bis zu 2 Mrd. ECU Risikokapital für Innovationsorientierte Maßnahmen freisetzen.

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