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IRDAC-Diskussionen mit österreichischem Vorsitz

Der beratender Ausschuß für industrielle Forschung und Entwicklung (IRDAC) der Europäischen Kommission veranstaltete am 19. und 20. Juni 1998 ein Seminar für hochrangige europäische Industrialisten mit dem bevorstehenden österreichischen Vorsitz des Rats der EU. Die besprochen...
Der beratender Ausschuß für industrielle Forschung und Entwicklung (IRDAC) der Europäischen Kommission veranstaltete am 19. und 20. Juni 1998 ein Seminar für hochrangige europäische Industrialisten mit dem bevorstehenden österreichischen Vorsitz des Rats der EU. Die besprochenen Hauptthemen waren die Annahme des Fünften FTE-Rahmenprogramms und die einzelstaatlichen Aktionspläne für Beschäftigung, die während des Europäischen Rats in Cardiff am 15. und 16. Juni präsentiert wurden.

Die Industrialisten unterstrichen die Bedeutung von Innovation und FuE für die Schaffung von Arbeitsplätzen und forderten, daß diesen Faktoren in den Aktionsplänen der Mitgliedstaaten für Beschäftigung mehr Priorität eingeräumt wird. Illustriert wurde dies am Beispiel der Vereinigten Staaten, wo von den zehn Millionen neuer Arbeitsplätze, die in den letzten vier Jahren geschaffen wurden, ein Drittel von KMU im Hochtechnologiesektor, in dem Innovation eine ausschlaggebende Rolle spielt, geschaffen wurden.

Europäische Erfolgsberichte wurden ebenfalls besprochen, wie die Entwicklung der europäischen GSM-Norm, die sich als globaler Standard durchgesetzt hat und einen Durchbruch in der Industrie zugelassen hat, mit dessen Hilfe Zehntausende von Arbeitsplätzen geschaffen wurden. Zwischen 1996 und 1997 haben Investitionen in Forschung und Innovation auf dem Gebiet der Biotechnologie die Zahl der Arbeitsplätze auf diesem Gebiet in Europa ebenfalls erhöht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Notwendigkeit einer schnellen Entscheidung über das Fünfte Rahmenprogramm. Caspar Einem, der österreichische Minister für Verkehr und Forschung, der während der nächsten sechs Monate den Vorsitz haben wird, wurde gebeten, die Diskussionen zwischen Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament vor dem Herbst noch zu einer Entscheidung zu bringen. Die ersten Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen könnten dann noch vor Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Nach den Worten des IRDAC-Vorsitzenden Helmut List ist eine schnelle Entscheidung über das Programm notwendig, "um die Kontinuität von Forschung auf europäischer Ebene zu gewährleisten und um die Hauptprobleme zu bewältigen, mit denen unser Kontinent zur Zeit konfrontiert wird (z.B. Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit, Umweltverschmutzung, Alterung, Zunahme von Infektionskrankheiten, Überfüllung in Großstädten)". Die europäische Industrie ist gegenüber dem neuen problemlösenden Ansatz, der für das Programm vorgeschlagen wird, sehr positiv eingestellt, würde aber gerne eine Erhöhung der derzeitigen Ausgaben für Forschung auf europäischer Ebene sehen, um den künftigen Herausforderungen begegnen zu können.

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