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Die europäische Landwirtschaft und die Erwärmung der Atmosphäre

Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (EUROSTAT) hat einen Bericht veröffentlicht, der den ersten europäischen Überblick über die Verbindung zwischen der Landwirtschaft, der Erwärmung der Atmosphäre und dem Klimawandel gibt. Laut dem Bericht ist die Landwirtscha...
Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (EUROSTAT) hat einen Bericht veröffentlicht, der den ersten europäischen Überblick über die Verbindung zwischen der Landwirtschaft, der Erwärmung der Atmosphäre und dem Klimawandel gibt. Laut dem Bericht ist die Landwirtschaft Hauptemissionsquelle von Methan und Distickstoffoxid und somit für 8% der gesamten Treibhausgasemissionen in CO2-Äquivalenten verantwortlich.

Die europäische Landwirtschaft verursacht 41% der gesamten Methanemissionen, die Abfallindustrie 37% und der Energiesektor 21%. Von den Gesamtemissionen der Landwirtschaft werden schätzungsweise 73% direkt durch Wiederkäuer und 21% durch Düngemittel verursacht. Die Landwirtschaft erzeugt auch 41% der gesamten Distickstoffoxidemissionen der EU, verglichen mit 33% in der Industrie und 20% im Energiebereich. Der größte Teil der Emissionen, d.h. rund 90%, wird durch Düngemittel verursacht.

Die durch diese Gase verursachten Gesamtemissionen sind im Verhältnis zu den CO2-Emissionen zwar gering, sind andererseits jedoch intensiver, weisen eine größere Wärmehaltung und somit ein größeres Potential für die Erwärmung der Atmosphäre auf. Im Verlauf von 20 Jahren hat eine Tonne Methan dieselbe Wirkung wie 56 Tonnen CO2, was bedeutet, daß sich der Gesamtanteil der Landwirtschaft - ausgedrückt in CO2-Äquivalenten - auf 8% beläuft. Der Bericht enthält auch Informationen über die Emissionsmengen der verschiedenen Länder: sie sind am höchsten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien.

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