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Der Ersatz von TEN-34

Das transeuropäische Interconnect-Netz mit 34 Mbp/s (TEN-34) wird beginnend im Dezember 1998 mit einem neuen TEN-155-Netz ersetzt. Damit erhalten europäische Forscher eine zuverlässigere Hochgeschwindigkeits-Dateninfrastruktur mit erhöhter Kapazität. TEN-155 bietet Zugangskapa...
Das transeuropäische Interconnect-Netz mit 34 Mbp/s (TEN-34) wird beginnend im Dezember 1998 mit einem neuen TEN-155-Netz ersetzt. Damit erhalten europäische Forscher eine zuverlässigere Hochgeschwindigkeits-Dateninfrastruktur mit erhöhter Kapazität. TEN-155 bietet Zugangskapazitäten von 155 Mbp/s in insgesamt acht europäischen Ländern und wird damit zum größten paneuropäischen Netz im Betrieb. Diese Umstellung wird im Rahmen des Sektors "Telematik für Forschung" des Telematik-Anwendungsprogramms und des ESPRIT-Programms (Informationstechnologien) von der EU finanziert.

TEN-155 bietet Forschern überall in Europa ein Kernnetz für die Übertragung mit 155 Mbp/s und Knotenstellen in acht europäischen Ländern. Andere bleiben mit 34/45 Mbp/s weiterhin an das Netz angeschlossen. Das bedeutet, daß als direktes Ergebnis der Liberalisierung des europäischen Telekommunikationsmarkts zum ersten Mal paneuropäische, einheitliche Bandbreiten in den einzelstaatlichen Forschungsnetzen zur Verfügung stehen. Die Auslegung des TEN-155-Netzes ermöglicht auch die Erweiterung auf die Vereinigten Staaten und andere Kontinente.

Das TEN-155-Netz verwendet eine Kombination von IP, ATM- (Asynchroner Transfermodus)- und SDH- (Synchrone Digitale Hierarchie)-Technologien. Das Netz basiert auf SDH-Leitungen mit ATM-Overlay, das das Bandbreiten-Management und die optimale Nutzung der SDH-Kapazität ermöglicht. Dem vollen Netz von virtuellen ARM-Leitungen wird ein konventioneller IP-Dienst überlagert. Die Projektkoordinatoren sind in der Lage, spezifischen Benutzergruppen einen Dienst mit kontrollierter Bandbreite sowie die zeitweilige Einrichtung virtueller Pfade von garantierter Bandbreite zwischen nationalen Forschungsnetzen anzubieten.

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