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Fortschritt beim Bau der internationalen Raumstation

Der erste Baustein der internationalen Raumstation soll am Freitag, den 20. November in Kasachstan starten. Dieses Ereignis kennzeichnet den Beginn einer neue Ära der Entdeckung des Weltraums für den Menschen. Die Raumstation soll ein ständiger, sich in einer Erdumlaufbahn bef...
Der erste Baustein der internationalen Raumstation soll am Freitag, den 20. November in Kasachstan starten. Dieses Ereignis kennzeichnet den Beginn einer neue Ära der Entdeckung des Weltraums für den Menschen. Die Raumstation soll ein ständiger, sich in einer Erdumlaufbahn befindlicher Arbeitsplatz für Männer und Frauen aus vielen Ländern der Welt werden. Der Bau erfolgt durch Montage einzelner Konstruktionselemente über die nächsten fünf Jahre. Nach der Fertigstellung im Jahre 2003 wird es sich um die größte je gebaute Konstruktion im Weltraum handeln.

Das erste Modul im Erdumlauf ist das von Rußland gebaute, den USA gehörende Steuermodul, genannt ZARYA. Dieses Modul liefert die Antriebsleistung und den Energiebedarf der zukünftigen Raumstation. In zwei Wochen, am 3. Dezember 1998, soll das zweite Element starten. Dieses Element wird an Bord der US-Raumfähre Endeavour in die Umlaufbahn gebracht und dort mit Zarya verbunden, so daß dann der Montageablaufs der Raumstation begonnen hat.

Die Europäische Raumagentur ist einer von fünf Partnern dieses internationalen Projekts. Die anderen sind die Vereinigten Staaten, Rußland, Japan und Kanada. ESA liefert zwei besonders wichtige Bausteine: das Columbus-Labor und eine automatisierte Transportfähre (ATV). Bei dem Labor handelt es sich um ein wissenschaftlich-technisches Mehrzwecklabor, das im Jahr 2002/2003 angebaut werden soll; die Transportfähre soll im Einsatz mit Europas Ariane 5 die Versorgung der Raumstation übernehmen.

Europa soll auch wissenschaftliche und technische Ausrüstungen an NASA und die Russische Raumagentur (RKA) liefern und nimmt an 19 der 45 während der fünfjährigen Montagephase geplanten Flüge teil. Der erste europäische Baustein, ein Datenmanagement-System, soll als "Gehirn" des russischen Versorgungsmoduls fungieren und Anfang des kommenden Sommers mit dem vierten Montageflug starten.

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