Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FuE in Europa - Jährliche Statistiken 1998

Vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften(EUROSTAT), wurden vor kurzem die jährlichen FuE-Statisken veröffentlicht. Der zusammengestellte Bericht nutzte vier Schlüsselindikatoren, um die Tätigkeiten in der Forschung und Entwicklung zu bewerten und die Leistung mit ...
Vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften(EUROSTAT), wurden vor kurzem die jährlichen FuE-Statisken veröffentlicht. Der zusammengestellte Bericht nutzte vier Schlüsselindikatoren, um die Tätigkeiten in der Forschung und Entwicklung zu bewerten und die Leistung mit vergangenen Jahren zu vergleichen. Die benutzten Indikatoren waren die Gesamtausgaben, die FuE-Ausgabenbewilligungen auf nationaler Ebene, die Gesamtzahl der beteiligten Arbeitskräfte und die Anzahl der Patentanmeldungen.

Der Bericht zeigt, daß im Laufe des Jahres 1996 insgesamt 139.600 Mio. ECU in der EU für Forschung und Entwicklung ausgegeben wurden. Dies bedeutet eine Steigerung von 3.8% gegenüber 1995, als die Gesamtausgaben 23.600 Mio. ECU betrugen. Diese Zahl entspricht etwa 1,9% des BIP in der EU und ist nach wie vor viel geringer als vergleichbare Zahlen für Japan oder die USA. Von dem Gesamtaufwand für FuE entfallen ca. 60% auf Geschäftsbetriebe und Unternehmen, während sich der verbleibende Teil gleichmäßig auf höhere Lehranstalten und Regierungsstellen verteilt. Deutschland, Frankreich und Großbritannien trugen fast zwei Drittel dieser Ausgaben.

Die Zahl der Mitarbeiter auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung ist im Vergleich mit den Angaben von 1995 ziemlich unverändert geblieben. In dem Sektor waren 1996 insgesamt etwa 2,1 Millionen Wissenschaftler, Techniker und ähnliche Arbeitskräfte beschäftigt. Dies entspricht etwa 1,25% der Erwerbsbevölkerung, wobei die Anzahl der Mitarbeiter auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung in Deutschland, Frankreich und Großbritannien erheblich größer ist. Es wird jedoch zusätzlich angemerkt, daß die Zahl der Mitarbeiter auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung in Deutschland und Großbritannien im Vergleich mit den vergangenen Jahren abgenommen hat, während die Zahlen in den kleineren Ländern weiter ansteigen und die Nordländer zusammen mit Griechenland, Spanien und Irland ihr bislang höchstes Niveau erreichen.

Patentanmeldungen, ein fest etablierter Indikator für Innovationstätigkeit und technologische Entwicklung und ein nützliches Maß für den internationalen Vergleich, nehmen in der EU ständig zu. 1996 wurden insgesamt 34.600 Anmeldungen eingereicht - gegenüber 33.651 im Jahre 1995. Etwa 70% dieser Anmeldungen entfallen auf Deutschland, Frankreich und Großbritannien, und in dem Bericht werden die Zahlen für einzelne Mitgliedstaaten und Norwegen zur Verfügung gestellt.

Der Aufwand der nationalen Regierungen für FuE belief sich auf insgesamt 56.000 Mio. ECU, was eine Steigerung von 47% gegenüber dem Niveau von 1986 darstellt. Außerdem offenbaren die Statistiken, daß die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten erheblich sind, wobei Schweden insgesamt 1,16% seines BIP für FuE-Tätigkeiten bestimmt, während Griechenland nur insgesamt 0,31% seines BIP dafür festlegt. Ein zusätzliches Kapitel des Berichts ist den spezifischen Entwicklungen in einzelnen Mitgliedstaaten gewidmet, gefolgt von einem globalen Vergleich der FuE-Ausgaben.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben