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Kommission richtet 13 Forschungsprojekte für übertragbare spongiforme Encephalopathien ein

Die öffentliche Einstellung zum "Rinderwahnsinn" und genetische Faktoren bei der Entwicklung des menschlichen Äquivalents, der Creutzfeld-Jacobschen Krankheit (CJD), zählen zu 13 Forschungsprojekten, die vor kurzem von der EU freigegeben wurden. Ziel dieser Projekte ist die Un...
Die öffentliche Einstellung zum "Rinderwahnsinn" und genetische Faktoren bei der Entwicklung des menschlichen Äquivalents, der Creutzfeld-Jacobschen Krankheit (CJD), zählen zu 13 Forschungsprojekten, die vor kurzem von der EU freigegeben wurden. Ziel dieser Projekte ist die Untersuchung übertragbarer spongiformer Encephalopathien (sog. TSE); sie werden mit Mitteln in Höhe von 11 Mio. ECU von der Europäischen Union gefördert. Es handelt sich um eine wesentliche Erweiterung des bestehenden Forschungsprogramms, dessen Schwerpunkt auf den TSE liegt.

Die Auswahl dieser Projekte erfolgte aus 24 Projektvorschlägen, und es handelt sich um die letzten TSE-Projekte, die durch das Vierte Rahmenprogramm finanziert werden.

Die 13 neuen Projekte, die im Dezember 1998 verabschiedet wurden, werden vom biowissenschaftlichen Forschungsprogramm finanziert. Der Vorgang folgt der Zuteilung von 35 Mio. ECU für TSE-Forschung im Jahre 1997 als Reaktion auf die überall gehegte Besorgnis über den Rinderwahnsinn (spongiforme Encephalopathie des Rinds - BSE).

Zu den Projekten zählt eine Initiative zur Einrichtung eines Netzes zwischen europäischen Laboratorien, um eine Standardisierung der Beobachtungsmethoden und die Validierung von Diagnosemethoden für TSE bei Wiederkäuern zu ermöglichen. Dazu kommt eine Initiative zur Entwicklung von vorklinischen Tests zur Unterscheidung zwischen Scrapie und BSE-Infektionen beim Schaf und für das Studium des Wachstums von BSE im Schaf bei unterschiedlichen Genotypen. Ein weiteres Projekt stellt auf die Einrichtung einer Datenbank über unterschiedliche Schlachthofpraktiken in Europa ab. Dieses Projekt dient der Untersuchung der Kontaminierung von Fleisch und der Beeinträchtigung von Schlachthof-Arbeitskräften durch Gewebe des zentralen Nervensystems der geschlachteten Tiere. Aus den gesammelten Ergebnissen sollen Empfehlungen für die "Beste Praxis" in der Industrie abgeleitet werden.

Im Fünften Rahmenprogramm (1998-2002) sollen die Biowissenschaften von dem thematischen Programm "Lebensqualität und Management lebender Ressourcen" abgelöst werden.

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