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Kommission fordert neue EU-Strategie für GNSS

Das deutsche MEP Brigitte Langenhagen berichtete am 12. Januar im Europäischen Parlament über eine Kommunikation der Europäischen Kommission über eine EU-Strategie über globale Satellitennavigationssysteme (GNSS). Neben anderen Ersuchen forderte sie die Kommission auf, alle no...
Das deutsche MEP Brigitte Langenhagen berichtete am 12. Januar im Europäischen Parlament über eine Kommunikation der Europäischen Kommission über eine EU-Strategie über globale Satellitennavigationssysteme (GNSS). Neben anderen Ersuchen forderte sie die Kommission auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der GNSS zu fördern.

Die Europäische Kommission ruft die Mitgliedstaaten auf, bis Anfang 1999 die Strategie zu vereinbaren, die die Europäische Union im Hinblick auf GNSS annehmen soll. Da es sich um einen expandierenden Weltmarkt handelt, der der Kommunikation zufolge einen Wert von $50 Mrd. Haben könnte, erwägt die Kommission, daß eine Zusammenarbeit mit allen internationalen Partnern der EU auf lange Sicht ideal wäre.

Zu diesem Zweck fordert sie die Mitgliedstaaten auf, Konsultationen mit den größten internationalen Betreibern "mit der Absicht aufzunehmen, die Möglichkeit der Einrichtung eines annehmbaren gemeinsamen Systems zu untersuchen." Falls dies nicht möglich ist, sollte die EU die Gründung eines unabhängigen europäischen GNSS unter Berücksichtigung der technologischen Entwicklungen anstreben, die die Entwicklungskosten eines solchen Systems wesentlich verringern könnten.

Die Entwicklung eines europäischen GNSS-Systems würde je nach Qualität zwischen 400 Mio. und 400 Mrd. kosten, und die Finanzierung könnte durch eine öffentlichen/privaten Partnerschaft übernommen werden.

Kommissar Neil Kinnock sagte, daß der Ansatz der EU zur Entwicklung des GNSS äußerst bedeutend sei. Europa könnte beschließen, gar kein System zu haben. Daß könnte wäre die kostengünstigste Option, jedoch nur für die Kurzsichtigen. Solche eine Passivität wäre auf lange Sicht erheblich kostspielig und könnte die EU von einem System abhängig machen, auf das es keine Kontrolle oder gar Einfluß hätte

Brigitte Langenhagen, die den Verkehrsausschuß vertritt, forderte die Mitgliedstaaten auf, einen Europäischen Weltraumrat auf der Ebene der Staats- oder Regierungschefs einzuberufen, um klare Entscheidungen über die strategischen, technischen und Haushaltsrichtlinien zu treffen, und zog in Betracht, daß der Rat die mögliche Einberufung einer Weltkonferenz zu diesem Thema bewerten sollte.

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