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Rat verabschiedet Programm für Forschung und Ausbildung für Euratom

Der Rat der Europäischen Union traf am 25. Januar 1999 eine Entscheidung für das Fünfte Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) über die Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und Ausbildung, das von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) ...
Der Rat der Europäischen Union traf am 25. Januar 1999 eine Entscheidung für das Fünfte Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) über die Annahme eines spezifischen Programms für Forschung und Ausbildung, das von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) für die Europäische Atomenergiegemeinschaft (Euratom) für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2002 durchgeführt wird.

Der für die Durchführung des Programms für notwendig erachtete Betrag beläuft sich auf Euro 281 Millionen (einzelne Angaben siehe unten).

Paragraph 5 der Entscheidung erfordert, daß die Kommission ein Arbeitsprogramm aufstellt, das der GFS die Aufgabe zuteilt, kundenbestimmte wissenschaftliche und technische Unterstützung für die Konzipierung, Entwicklung, Durchführung und Überwachung der Gemeinschaftsmaßnahmen bereitzustellen, und umfaßt die folgenden Ziele und FTE-Prioritäten.

Die GFS hat folgendes Ziel:

- Unterstützung der Kommission bei ihren Vertragsverpflichtungen;
- Wachsamkeit zu bewahren, um den hervorragenden Stand der Gemeinschaft in den Bereichen Sicherheit und Sicherungsmaßnahmen aufrecht zu erhalten;
- Vorbereitung auf neue Herausforderungen.

Die beiden Auswahlkriterien für GFS-Tätigkeiten sind:

- Bedeutung für Gemeinschaftspolitik. Ein Verständnis der politischen Agenda ermöglicht eine rechtzeitige Durchführung der GFS-Forschung und Unterstützung der Formulierung der Politik in Bereichen mit größter Dringlichkeit;

- Subsidiarität. Dies umfaßt zwei Aspekte. Zuerst muß die Forschung in einem Bereich durchgeführt werden, in dem die Beteiligung der Gemeinschaft entsprechend gewährleistet ist, und zweitens sollte diese Beteiligung der GFS entsprechen. Daher arbeitet die GFS nur dort, wo eine gesamteuropäische Identität einen Mehrwert hinzufügt. Im Nuklearbereich ist ihre Tätigkeit aufgrund der grenzüberschreitenden Aspekte der nuklearen Sicherheit und Sicherungsmaßnahmen und wegen der öffentlichen Bedenken über diese Themen gerechtfertigt.

Das spezifische Programm der GFS für das Fünfte Rahmenprogramm ist so ausgerichtet, daß es auf Tätigkeiten in Bereichen konzentriert ist, die einen hohen europäischen Mehrwert haben oder den der Kommission durch den Euratom-Vertrag übertragenen Aufgaben entspricht. Diese Tätigkeiten bezwecken in einem europäischen oder gar internationalen Rahmen die Optimierung der Nutzung der speziellen Einrichtungen und Kernkompetenzen der GFS in bestimmten Bereichen, wo die GFS ein Niveau der Vorzüglichkeit erreicht und der einzige europäische Wissenseigner ist.

Die Aktionen über Sicherheit der Kernspaltung werden aus den einzigartigen Einrichtungen der GFS nutzen ziehen und konzentrieren sich auf Bereiche wie Aktinide und Bereiche öffentlicher Bedenken, wie schwere Unfälle und Abfallbehandlung, wo die GFS als ein Referenzzentrum für die Gemeinschaft angesehen wird. Die Arbeit über alterndes Kernmaterial wird verstärkt, um die wachsende Bedeutung dieses Themas für die Sicherheitsbehörden und Industrie zu reflektieren. Den Erfordernissen der Beitrittsländer wird einige Priorität eingeräumt.

Die Arbeit über Kernmaterial wird auf derselben Ebene fortgesetzt, um den gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen der Inspektoren gerecht zu werden. Dazu gehören Messungs-, Analyse- und Überwachungstechniken sowie die Ausbildung von Inspektoren. Es werden einige Prospektivstudien durchgeführt, um die Auswirkungen der langfristigen Veränderungen im Brennstoffzyklus auf Sicherheitsvorkehrungen vorherzusagen und zu bestimmen, ob Fernerkundung für die Aufspürung illegaler Aktivitäten eingesetzt werden kann.

Ferner müssen Abfälle aus Nukleartätigkeiten richtig entsorgt und einige überflüssig gewordene Einrichtungen sollen stillgelegt werden.

Dieses Programm sollte nicht als eine Muster für das Arbeitsprogramm der kommenden vier Jahre angesehen werden, sondern als ein allgemeiner Umriß, der die gegenwärtige Sicht der politischen Agenda und Prioritäten reflektiert. Es wird erwartet, daß die Veränderungen am GFS-Programm als wissenschaftlicher und technologischer Fortschritt eintreten und die politische Agenda und die Prioritäten der Kunden sich ändern werden.

Die Einzelheiten des Betrags von Euro 281 Mio. für das spezifische Programm der direkten Aktionen für Euratom sind wie folgt:

- Sicherheit der Kernspaltung 122 Mio.;
- Nukleare Sicherungsmaßnahmen 138 Mio.;
- Stillegung und Entsorgung 21 Mio..

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