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Vorbereitung auf ein emissionsfreies urbanes Bussystem

Das ZEEUS-Projekt testet Elektrifizierungslösungen für Stadtbusnetze und unterstützt die Markteinführung von Elektrobussen in Europa.

Um ein wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Transportsystem zu schaffen, muss die EU nach alternativen Treibstoffen Ausschau halten, um Benzin und Dieselkraftstoffe zu ersetzen oder zu ergänzen. Dies wird nicht nur die Emissionen von Transportmitteln reduzieren, sondern auch die Luftqualität und das Lärmniveau in urbanen Gebieten verbessern. Unter dieser Zielsetzung wird im Rahmen des Projekts "ZEEUS" (Zero Emission Urban Bus System) daran gearbeitet, Elektrobusse zu einem zentralen Bestandteil des urbanen Busnetzwerks zu machen. Nur ein Jahr nach dem Projektstart hat das ZEEUS-Team bereits mit dem Testen von elektrischen Lösungen für Busse mithilfe von Live-Demonstrationen begonnen. Mitte Oktober fand in Barcelona die erste große ZEEUS-Präsentation statt, deren Höhepunkt eine Fahrt durch die Straßen der Stadt gemeinsam mit Bürgermeister Xavier Trias war. Das lokale spanische Verkehrsunternehmen TMB (Transports Metropolitans de Barcelona) testet nun vier vollständig elektrisch angetriebene Busse: Zwei standardmäßige Busse des Typs i2e 12m IRIZAR und zwei Oberleitungsbusse des Typs SOLARIS 18m. Die IRIZAR-Busse werden im Busdepot aufgeladen, während die SOLARIS-Busse an den Endstationen über eine Zwischenladung neu aufgeladen werden. Barcelona ist nur einer von insgesamt acht Teststandorten des ZEEUS-Projekts, das bis April 2017 läuft. Das Team testet eine große Auswahl an verschiedenen innovativen Technologien für Elektrobusse und für infrastrukturelle Aufladelösungen in sieben weiteren Demonstrationsorten – Bonn, Cagliari, Glasgow, London, Münster, Pilsen und Stockholm. An den verschiedenen Standorten werden unterschiedliche Betriebsbedingungen simuliert, sodass der wirtschaftliche, ökologische und soziale Nutzen der Technologien an mehreren Orten getestet werden kann. Ende September präsentierte das ZEEUS-Team den ersten batteriebetriebenen Elektrobus Škoda Perun in Pilsen, obwohl er bis jetzt noch nicht betrieben wird. Und im Frühling 2015 wird die Stadt zwei vollständig elektronisch angetriebene, emissionsfreie und geräuscharme Busse in das Busnetz integrieren. Diese Fahrzeuge verfügen über ein einzigartiges Kühl- und Heizsystem, dass die während des Betriebs erzeugte Hitze nutzbar machen kann. Des Weiteren können die Batterien der Busse in nur 12 Minuten aufgeladen werden. Unterdessen bereitet sich die Stadt Stockholm in dieser Woche darauf vor, den Einwohnern, Stadtpolitikern und lokalen Interessengruppen die aufladbaren Hybridbusse des Typs 12m von Volvo zu präsentieren. Die schwedische Hauptstadt testet acht schnell aufladbare Hybridbusse auf der Strecke 73 im Stadtzentrum. Umberto Guida, Projektkoordinator des ZEEUS-Projekts, erklärt: "Busflotten werden seit vielen Jahren zum Testen alternativer Treibstoffe und Motoren eingesetzt, heutzutage greifen jedoch immer noch 95% aller Busse auf fossile Brennstoffe zurück. Mit diesem Projekt befinden wir uns auf einem guten Weg, grünere und intelligentere Transportsysteme für die Einwohner dieser Stadt zu schaffen. Elektrofahrzeuge werden außerdem eine entscheidende Rolle dabei spielen, unsere Luft rein zu halten und unsere Klein- und Großstädte in ruhigere und zum Leben und Arbeiten attraktive Orte zu verwandeln." Am ZEEUS-Projekt sind 40 Partner beteiligt. Hierzu zählen Behörden, öffentliche Verkehrsbetriebe, Industrie und Fahrzeughersteller, Stromanbieter, Universitäten und Forschungszentren, Maschinenbauunternehmen, Beratungsunternehmen und Verbände. Das Verhältnis zwischen den Projektpartnern deckt das Interessenspektrum aller Stakeholder ab, indem wichtige Akteure und Entscheidungsträger Sorge dafür tragen, dass die Ausweitung elektrischer Lösungen in das zentrale urbane Busnetzwerk erleichtert wird. Das ZEEUS-Team konzentriert sich zwar zunächst nur auf diese acht Städte, Ziel ist es jedoch, eine breite Aufnahme von Elektrobussen in Europa und darüber hinaus zu erreichen. Aus diesem Grund betreibt der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP), der das Projekt koordiniert, ein Elektrobusobservatorium (Electric Bus Observatory), das die Verbreitung von Elektrobussen weltweit engmaschig überwacht und sämtliche gesammelten Informationen und Daten veröffentlicht. Demonstrations- und Pilotinitiativen zur Einführung von Elektrobussen, die von europäischen und nationalen Programmen finanziert werden, können sich hieran beteiligen und darauf bewerben, den Status als eine " Observed Demonstration " zu erlangen. Bedenken und Probleme in Bezug auf beobachtete Demonstrationsprogramme werden im Rahmen regelmäßiger Sitzungen diskutiert, wobei wichtige Beiträge zu einigen zentralen ZEEUS-Zielen, vornehmlich dem Elektrifizierungsfahrplan von ZEUUS, geleistet werden. Die Bewerbungsfrist für den Status der Beobachteten Demonstration endet am 31. Oktober 2014. Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://zeeus.eu/

Länder

Belgien

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