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Städtische Erneuerung braucht kluges, kooperatives Denken

Die Auftakttagung einer ambitionierten EU-finanzierten Initiative für die Förderung einer nachhaltigen Stadterneuerung in ganz Europa fand vor kurzem in Valladolid, Spanien, statt.

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Das fünfjährige EU-finanzierte Projekt REMOURBAN nimmt im April 2015 seine Arbeit auf, um neuartige Lösungen aus den Bereichen Energie, IKT und Verkehr für eine Erneuerung des städtischen Lebens in den folgenden drei Städten einzusetzen: Valladolid in Spanien, Tepebasi/Eskisehir in der Türkei und Nottingham im Vereinigten Königreich. Zwei weitere Städte – Seraing in Belgien und Miskolc in Ungarn – werden als „Nachahmer“ folgen.

Das übergeordnete Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Ansatzes für die urbane Erneuerung, der dann in ganz Europa umgesetzt werden kann. Jede Partnerstadt wird entsprechend ihrer eigenen Anforderungen Innovationen entwickeln, die dann von allen fünf Städten gemeinsam zu allgemein gültigen Lösungen verarbeitet werden.

Nottingham ist beispielsweise führend in Sachen nachhaltiger Verkehr: Es war die erste Stadt im Vereinigten Königreich, die für alle Busse im Stadtzentrum strenge Umweltstandards eingeführt hat. REMOURBAN wird elektrische Busse einführen. Der Strom zum Aufladen ihrer Batterien wird durch die Verbrennung von Abfall erzeugt werden. Hierdurch sollen 40% weniger Kohlenstoffemissionen als bei konventionellen Dieselbussen entstehen.

Das Projekt wird außerdem eine Sammelstelle für Güter einrichten, die dann von kleinen elektrischen Fahrzeugen in das Stadtzentrum geliefert werden, um die Zahl der großen Fahrzeuge für Lieferungen an private Haushalte und Unternehmen zu reduzieren. Die Lösung ist skalierbar, kostengünstig und nutzt die vorhandenen Infrastrukturen effizienter.

In Valladolid werden die Gebäude in einem ganzen Stadtviertel renoviert, um Energie zu sparen. Das Viertel wird zentral mit Biomasse geheizt und der Strom mit Solarzellen erzeugt werden. Außerdem werden elektrische Busse sowie 20 elektrische Taxis eingeführt, die an extra eingerichteten Stationen schnell wieder aufgeladen werden können. Das Projekt soll die Einführung von nachhaltigen Verkehrsmitteln wesentlich beschleunigen.

In allen drei Städten werden nachgerüstete Gebäude mit intelligenten Energiemesssystemen ausgerüstet werden, um einen dualen Informationsfluss zu erhalten: einerseits für die Energieversorger, um die Abrechnungsgenauigkeit zu verbessern, und andererseits für den Verbraucher, damit er seinen eigenen Energieverbrauch besser einschätzen kann. Die städtischen Infrastrukturen werden mithilfe von IKT-Lösungen wie elektronischen Ticketsystemen und benutzerfreundlichen Stadtinformationsplattformen optimiert werden.

Die Auftakttagung in Valladolid umfasste Präsentationen der beteiligten Städte und eine Diskussion über die Projektziele. Außerdem wurden zentrale Herausforderungen diskutiert, beispielsweise die Frage, wie man Verbesserungen in allen drei Sektoren - Energie, IKT und Verkehr - reibungslos, harmonisch und zum Nutzen der Bürger am besten kombinieren kann.

REMOURBAN soll auch zu grenzüberschreitenden strategischen Partnerschaften zwischen innovationsgetriebenen Unternehmen führen. Die Bürger bei der Verringerung der Treibhausgasemissionen und des Energieverbrauchs zu engagieren und einzubeziehen, ist auch von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der städtischen Umwelt.

REMOURBAN erhält in den nächsten fünf Jahren EU-Mittel in Höhe von insgesamt 21,5 Mio. EUR. Das Projektkonsortium besteht aus 22 europäischen Partnern, die durch das Zusammenführen ihrer Kompetenzen dazu beitragen werden, die Erneuerung unserer Städte für den sozialen Fortschritt und die ökologische Nachhaltigkeit zum Nutzen aller Bürger zu voranzutreiben.

Das Projekt wird als einer von drei Vorschlägen im Rahmen einer Ausschreibung unter dem Programm „Intelligente Städte und Gemeinschaften 2014“ finanziert.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

REMOURBAN
http://www.remourban.eu/

- Interessengruppen treffen sich in Brüssel beim Info-Tag zur Ausschreibung „Smart Cities and Communities“

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