Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

EU-Forscher bilden das weltgrößte Konsortium für Polarforschung

EU-POLARNET gehört zu einer Reihe von neu gestarteten Horizont 2020-Projekten, die sich mit der Atlantikforschung befassen.
EU-Forscher bilden das weltgrößte Konsortium für Polarforschung
Das Projektteam von EU-POLARNET (Connecting science with society) wird in den kommenden fünf Jahren zusammenarbeiten, um einen strategischen Rahmen und Mechanismen zu entwickeln und zu liefern, um wissenschaftliche Prioritäten zu setzen, die Nutzung der Polarinfrastruktur zu optimieren und neue Partnerschaften zu vermitteln, die zum gemeinsamen Entwurf von Polarforschungsprojekten führen werden. Man erhofft sich, dass diese neue Vision der Polarforschung der Gesellschaft von fassbarem Nutzen sein wird.

Das Projekt, das im März dieses Jahres auf den Weg gebracht wurde, führt 22 Partner zusammen, wodurch es der weltweit größte Zusammenschluss hinsichtlich des Fachwissens und der Infrastruktur für Polarforschung ist. Das Projekt wurde im vergangenen Monat in Brüssel auf der Atlantikkonferenz The Atlantic – Our Shared Resource: Making the Vision Reality durch die Projektkoordinatorin Professorin Karin Lochte vom Alfred Wegener Institut in Deutschland vorgestellt. In ihrer Rede auf der Konferenz betonte Professorin Lochte die Bedeutung des Austausch des Stakeholder innerhalb des Projekts. Sie bemerkte: „Das Projekt wird dazu beitragen, die Agenda für eine integrierte Polarforschung aufzustellen, um die Transatlantische Forschungsallianz durchzuführen. Wir werden eine Plattform für den Austausch von Wissen und den Dialog unter den Interessengruppen bieten – von der Politik bis zur Industrie und Zivilgesellschaft.“

Eine der Hauptaktivitäten von EU-POLARNET wird die Zusammenarbeit mit dem International Arctic Science Committee (IASC) und dem Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) sein, um ein europäisches Forschungsprogramm zu entwickeln und voranzutreiben, das sich klare strategische europäischen Forschungsprioritäten setzt und eine deutliche Richtung für das Management und die Entwicklung der erforderlichen Polarinfrastruktur vorgibt. Wie Professorin Lochte bemerkte: „Wir hoffen, die Überwachung und Modellierung zu verbessern und eine stabile Beobachtungsbasis mit zentralen Parametern zu etablieren, auf die sich die verschiedenen Nationen geeinigt haben. Unsere Forschungsprioritäten werden in gemeinsamen Austausch mit den Stakeholdern entwickelt werden, die unsere Wissenschaft brauchen.“

Das Team wird auch an der Bereitstellung der zentralen Koordination für das Management von Polardaten arbeiten, das bisher auf europäischer Ebene fehlte. Schaut man über Europas Grenzen hinaus, ist das Ziel von EU-POLARNET, Verbindungen zu Datensätzen anderer Polarnationen, insbesondere jenen Nordamerikas, herzustellen, die eine ähnlich lange Geschichte der Polarforschung haben. Dazu gehört die Bestimmung des besten Ansatzes für die breitere und koordiniertere Nutzung von weltraumgestütztem Kapital, d. h. einer umfassenden Satellitenkommunikation, Navigation und Observation, um europäische Polarbetreiber zu unterstützen.

Die Polargebiete betreffen viele Nationen und viele unterschiedliche Interessengruppen, weshalb die Verbindung mit internationalen Partnern und Einrichtungen ein wichtiger Aspekt des Projekts sein wird.

Obwohl das Projekt erst vor wenigen Monaten auf den Weg gebracht wurde, hat das Team bereits seine erste Generalversammlung im Plenum abgehalten. Die Partner trafen sich Anfang März in Bremerhaven in Deutschland, um eine Strategie festzulegen, mit der die ehrgeizigen Projektziele zu erreichen sind.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

EU-POLARNET
http://www.eu-polarnet.eu/

Quelle: Gestützt auf Gestützt auf einen Veranstaltungsbericht von der Konferenz: The Atlantic – Our Shared Resource: Making the Vision Reality sowie Informationen von der EU-POLARNET-Website.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben