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SEA CHANGE und RESPONSEABLE bündeln Kräfte für maximale Auswirkungen auf Kompetenz in Sachen Ozeane

SEA CHANGE und RESPONSEABLE – zwei neue Horizont 2020-Projekte – haben vor kurzem ein gemeinsames Auftakttreffen veranstaltet, das den Beginn einer engen Zusammenarbeit zur Verbesserung der Kompetenzen im Bereich der Meere markiert.
SEA CHANGE und RESPONSEABLE bündeln Kräfte für maximale Auswirkungen auf Kompetenz in Sachen Ozeane
Kompetenz im Bereich der Ozeane (engl. Ocean Literacy) wird definiert als das Wissen über den Einfluss der Meere auf den Einzelnen sowie das Verständnis des eigenen Einflusses auf die Ozeane. Die Erklärung von Galway über die Zusammenarbeit in Bezug auf den Atlantischen Ozean verpflichtet die EU, Kanada und die Vereinigten Staaten, dieses Verständnis zu fördern, um das Bewusstsein der Bürger in Bezug auf den Wert des Atlantiks zu verbessern. Die Projekte SEA CHANGE und RESPONSEABLE, die zu einer Reihe von neuen Horizont 2020-Projekten gehörten, die im vergangenen Monat auf der Konferenz The Atlantic – our Shared Resource: making the vision reality vorgestellt wurden, werden in den kommenden Jahren zusammen arbeiten, um einen wichtigen Beitrag zum Ziel der „Ocean Literacy“ zu leisten.

SEA CHANGE

Das SEA CHANGE-Projekt, das von Jon Parr von der Marine Biological Association im Vereinigten Königreich und Paula Keener von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in den Vereinigten Staaten präsentiert wurde, will das Konzept der „Ocean Literacy“ voranbringen, damit Bürger sich engagieren und direkte und nachhaltige Maßnahmen für gesunde Meere unternehmen.

In den kommenden drei Jahren wird das Team daran arbeiten, eine Veränderung darin zu bewirken, wie die Europäer die Meere sehen. Die Idee ist, dass Bürger, die die Prinzipen und Konzepte im Zusammenhang mit dem Ozean verstehen, ausgerüstet werden, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Insbesondere wird eine Projektaufgabe die Überprüfung und Zusammenstellung bestehender Informationen zu diesem Gebiet umfassen. Dazu wird soziale Innovation genutzt, um eine Reihe von Mobilisierungsaktionen im Zusammenhang mit Lebenslangem Lernen (Life Long Learning) und dem Netzwerk Blauer Schulen (Blue Schools Network) zu unterstützen. Eine Zahl relevanter und einflussreicher Netzwerke wie das Europäische Netzwerk der Wissenschaftszentren und Museen (Ecsite), die Europäische Vereinigung der Geographen (EUROGEO) und die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) sowie die European Marine Science Educators Asociation (EMSEA) – sind Partner dieses Projekts.

Das Team wird von einer transatlantischen Beratergruppe unterstützt und obwohl SEA CHANGE erst vor kurzem auf den Weg gebracht wurde, hat es bereits eine Reihe von Treffen über transatlantische Ocean Literacy organisiert. In ihrer Rede auf der Konferenz unterstrichen Parr und Keener die Bedeutung dieser transatlantischen Dimension für die Entwicklung des Projekts. Keener wies auf die wichtige Arbeit zur Ocean literacy hin, die die NOAA seit der Unterzeichnung der Erklärung von Galway durchführt, und auf die ergänzenden Aktivitäten von NOAA, die das Projekt auf seinem Weg unterstützen werden. So hatten europäische und amerikanische Teilnehmer bereits die Gelegenheit, gemeinsaman Bord des NOAA-Schiffs, The Okeanos Explorer, etwas über Tiefseeentdeckungen zu lernen. Diese Art des gemeinsamen Lernens sei eine natürliche Erweiterung unseres gemeinsamen Erbes, der Leidenschaft, der Ressourcen, des Wissens und der Verantwortung, so Keener.

Die SEA CHANGE International Advisory Group trifft sich im Juni in Lissabon im Rahmen der Blauen Woche und wird an einem Workshop zur transatlantischen Ocean Literacy teilnehmen.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

SEA CHANGE
http://www.seachangeproject.eu/

RESPONSEABLE

Das Team des RESPONSEABLE- Projekts (Sustainable Oceans: Our collective responsibility, our common interest) werde ähnliche Themen wie SEA CHANGE aus einem anderen Winkel heraus betrachten, erklärten Dr. Olga Mashkina von ACTeon, Frankreich, und Dr. Paul Snelgrove von der Memorial University of Newfoundland in Kanada auf der Konferenz.

Die 15 Projektpartner von RESPONSEABLE, die eine Vielfalt von interdisziplinären Organisationen und Praktikern vertreten, werden gemeinsam an dem Gesamtziel der Entwicklung gezielter und fachkundiger Kommunikationsmaterialien arbeiten, die das Bewusstsein für unsere (individuelle und kollektive) Verantwortung für die Meere und deren Ökosysteme schärfen sollen. Dazu gehört die kritische Beurteilung existierender Kommunikationsstrategien, Materialien und Governancegrundsätze, die sich auf Ozeane konzentrieren. Weiterhin geht es um die Analyse der Werte, Wahrnehmungen und des Verständnisses des Zustands, der Funktionsweise und der Rolle der Meere und des Wissens, das über die Beziehung zwischen Mensch und Ozean besteht. Ziel ist es, zur Veränderung des Verhaltens der wichtigsten Stakeholder beizutragen, sodass der Druck auf die Meeresökosysteme reduziert wird und die Möglichkeiten, die die Ozeane bieten, erkundet werden.

Diese Forschung arbeitet auf ein interaktives und öffentlich zugängliches Meereswissenssystem hin, das zur Entwicklung und zum Testen innovativen gezielten Kommunikationsmaterials eingesetzt werden kann. Dazu gehören auch Social-Media-Aktivitäten und Lernspiele. Sie wird auch zur Entwicklung einer klaren Anleitung für Entscheidungsträger für Ocean literacy beitragen, um wirksame Strategien zu entwickeln. Das RESPONSEABLE-Projekt ist regional fokussiert und wird die Nordsee und den Atlantik, das Schwarze Meer, die Ostsee und das Mittelmeer abdecken. Es wird die regionalen Stakeholder mobilisieren und auf bestehenden Initiativen aufbauen. Wie bei SEA CHANGE wird auch hier das transatlantische Element ein Eckpfeiler des Projekts sein. Das Team wird von Experten und Entscheidungsträgern aus den Vereinigten Staaten und Kanada unterstützt. Mithilfe von Partnerschaften mit Universitäten wie der Memorial University of Newfoundland wird das Projekt Kooperationen mit bestehenden Netzwerken in Nordamerika etablieren und damit die Ergebnisse mit einem transatlantischen Publikum teilen können.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

RESPONSEABLE
http://www.responseable.eu/

Quelle: Gestützt auf einen Veranstaltungsbericht von der Konferenz : The Atlantic – Our Shared Resource: Making the Vision Reality.

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