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CORDIS Express: Auf Zunahme von Adipositas und Diabetes reagieren

Diese Ausgabe von CORDIS Express verschafft einen Überblick über die zunehmenden Probleme mit Übergewicht, Adipositas und Diabetes in Europa und veranschaulicht, was die Forscher unternehmen, um diese zu verstehen, zu verhindern und zu behandeln.
CORDIS Express: Auf Zunahme von Adipositas und Diabetes reagieren
Nach Angaben der International Diabetes Federation (IDF) gingen 2014 weltweit 4,9 Millionen Todesfälle auf das Konto von Diabetes. So stirbt tragischerweise alle sieben Sekunden ein Mensch an dieser Krankheit. Die Statistiken für Europa (einschließlich Russland) sind schonungslos deutlich: 52 Millionen Menschen, mehr als in Nordamerika, Mittel- und Südamerika sowie Afrika zusammen, leben mit Diabetes, wobei die Krankheit eine Prävalenzrate von 7,9 % hat.

Die Tatsache, dass Typ-2-Diabetes in allen Ländern immer häufiger auftritt, hat zweifellos mit den zunehmenden Trends zu Übergewicht und Fettleibigkeit zu tun. Und es sieht so aus, als ob sich diese Entwicklung in Zukunft so fortsetzen wird, denn die Ergebnisse einer kürzlich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgeführten Adipositasvorausschätzung legen nahe, dass der Anteil der übergewichtigen oder fettleibigen Erwachsenen in Europa bis 2030 weiter steigen wird, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden. Letztlich bedeutet das, dass die Europäer mit einem erhöhten Risiko auf Diabetes vom Typ 2 sowie eine Vielzahl von weiteren gesundheitlichen Komplikationen einschließlich Herz-Kreislauf- und Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Arthrose leben werden.

Doch noch ist nicht alles verloren. Dr. João Breda, Programmmanager für Ernährung, Adipositas und körperliche Bewegung im WHO-Regionalbüro für Europa, ist davon überzeugt, dass wir diese Gesundheitskrise immer noch abwenden können: „Maßnahmen, die heute ergriffen werden, können verhindern, dass diese Prognosen Realität werden, und in einigen europäischen Ländern verflacht der Trend dank präventiver Maßnahmen und ihrer Erfolge bereits, zum Beispiel im Bereich von Adipositas bei Kindern.“

EU-finanzierte Forscher stehen an der Spitze der diese Erfolge stützenden Forschung, indem sie die Ursachen von Übergewicht, Adipositas und die Verbindung zu Diabetes erkunden sowie innovative Behandlungen und Präventionsmaßnahmen untersuchen. Diese Ausgabe von CORDIS Express befasst sich mit einigen dieser Forschungsbestrebungen.

- BIOactive implantable CApsule for PANcreatic islets immunosuppression free therapy (nur auf Englisch)

- The secret life of insulin-producing cells (nur auf Englisch)

- Identification of the genes regulated by the SIRT1 Histone Deacetylase and their contribution in the pathogenesis of type 2 diabetes and obesity (nur auf Englisch)

- Childhood diabetes or obesity: which comes first? (nur auf Englisch)

- Wissenschaft im Trend: Bakterien fahnden nach Krebs und Diabetes

Quelle: Gestützt auf Informationen von CORDIS, von der IDF, der WHO und der Generaldirektion für Forschung und Innovation.

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