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Den Weg zu Innovationsgelegenheiten für KMU aufzeigen

Das durch die EU finanzierte Projekt ACTPHAST hat ein Expertenzentrum aufgestellt, um europäischen KMU Beratung und technische Unterstützung auf dem innovativen Gebiet der Photonik anzubieten.
Den Weg zu Innovationsgelegenheiten für KMU aufzeigen
Durch die Kombination des technischen Know-hows von 23 führenden europäischen Photonikforschungsinstituten und durch Verbreitung dieses Fachwissens an interessierte europäische Unternehmen will das Projekt ACTPHAST eine Neuproduktentwicklung auf den Weg bringen, die Zeit bis zur Marktaufnahme verkürzen und neue Arbeitsplätze schaffen.

Das Vierjahresprojekt, das im November 2013 gestartet wurde, hat diese Forschungsinstitute zusammengeführt, um eine einzigartige Anlaufstelle zu bilden, die sich insbesondere mit der Unterstützung schneller Innovationsprojekte auskennt, die durch KMU geleitet werden und in der Regel sechs bis neun Monate dauern.

Bei der Photonik geht um die Erzeugung, Emission und Detektion von Licht. Die Technologie kommt täglich in Geräten wie Barcodescannern, Druckern, DVD-Geräten und Mikrowellenherden zum Einsatz. Photonik ist auch für Telekommunikation, Gesundheitsanwendungen und Robotik ausschlaggebend, wobei in diesem Bereich ständig neue Anwendungen entstehen.

ACTPHAST will sicherstellen, dass innovative europäische KMU diese neuen Marktchancen, sei es nun wegen ihrer Größe oder sei es wegen eines Mangels an Fachwissen in einem bestimmten Bereich, nicht verpassen. Das Programm steht jedem Land und jedem Unternehmen in Europa offen. Es verfügt über ein engagiertes Team für Öffentlichkeitsarbeit, das mit der lokalen Industrie und Innovationsclustern zusammenarbeitet, um das Bewusstsein zu schärfen.

In seinen ersten 15 Monaten hat ACTPHAST 29 innovative Photonikprojekte genehmigt, von denen die meisten von KMU aus zehn verschiedenen europäischen Mitgliedsländern durchgeführt werden. Dieser erste Satz genehmigter Projekt umfasst zahlreiche spannende, neue Anwendungen, die für starke Wachstumsmärkte wie Medizin- und Biowissenschaften, Fahrzeug- und Energieindustrie bestimmt sind, und in denen die Photonik immer mehr als eine zentrale Grundlagentechnologie anerkannt wird.

Andere Photonikprojekte, die ACTPHAST genutzt haben, betrafen die Entwicklung einer neuartigen Faser mit einer hermetischen Hochleistungsbarriere, die in rauen Umgebungen zum Einsatz kommt, und ein auf Sicht basiertes Maschineninspektionssystem für die Qualitätskontrolle von Medikamentenflaschen.

Diese Projekte konnten die gesamte Bandbreite der Technologieplattformen und die Expertise nutzen, die ACTPHAST anbietet, angefangen bei der Modellierung und dem Design bis hin zur Schaffung von Prototypen, Integration und Tests. An vielen dieser Projekte waren multidisziplinäre Teams beteiligt.

Jetzt ist der erste Teil der genehmigten Innovationsprojekte im Gange und ACTPHAST erhält weiterhin pro Monat etwa 20 neue Projektanfragen von Unternehmen aus ganz Europa, die bearbeitet werden müssen. Derzeit begutachtet das Team Projektanfragen von Unternehmen aus Österreich, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Schweden und der Schweiz.

Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen sind „photonikfähig“, was bedeutet, dass ihr Kerngeschäft nicht die Photonik ist, sondern es sich um Aktivitäten handelt, bei denen Photonikbauteile einen bedeutenden Mehrwert zu den Endprodukten beitragen können.

ACTPHAST will bis Ende 2017 insgesamt 200 Photonikinnovationsprojekte europäischer Unternehmen unterstützen. Das soll zu zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 120 Millionen EUR für diese Unternehmen sowie zur Schaffung von 600 neuen, hochqualifizierten Arbeitsplätzen in Europa führen.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

ACTPHAST
http://www.actphast.eu/

Quelle: Gestützt auf eine Pressemitteilung von ACTPHAST-Projekt.

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