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Wir müssen die Versprechen des RP5 umsetzen, sagt Frau Cresson

Das Fünfte Rahmenprogramm (FP5/RP5) stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung der Umsetzung eines neuen Ansatzes für die europäische Forschung dar, die direkt auf die Bedürfnisse der Unternehmen und Bürger in einer gesamteuropäischen Perspektive abzielt, sagte Kommissarin E...
Das Fünfte Rahmenprogramm (FP5/RP5) stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung der Umsetzung eines neuen Ansatzes für die europäische Forschung dar, die direkt auf die Bedürfnisse der Unternehmen und Bürger in einer gesamteuropäischen Perspektive abzielt, sagte Kommissarin Edith Cresson zu Beginn ihrer Eröffnungsrede auf der Konferenz von Essen zur offiziellen Lancierung von RP5.

Die für Forschung und Innovation zuständige Kommissarin Cresson dankte allen Beteiligten, die RP5 möglich gemacht haben.

Sie betonte die Bedeutung, sowohl die Vergangenheit und die Gegenwart als auch in die Zukunft zu betrachten- wobei die Vergangenheit das vorherige RP4-Programm repräsentiert und die Zukunft einen Blick auf die Zukunftsaussichten europäischer Forschung wirft.

"Wir müssen ermöglichen, daß RP5 seine Versprechen hält und seine Umsetzung so schnell wie möglich gewährleisten", sagte Kommissarin Cresson. "Dies ist die Priorität für die Kommission und auch für die deutsche EU-Präsidentschaft."

Sie reflektierte über drei Hauptpunkte, der erste betrifft den Kontext, in dem RP5 umgesetzt wird, wovon unterschiedliche Aspekte Herausforderungen für die europäische Forschung darstellen.

Zweitens sprach sie über die Art, wie das RP5 auf diese Herausforderungen antworten wird und wies darauf hin, daß 15 Milliarden Euro - eine Steigerung von 4% gegenüber RP4 - in RP5 investiert würden. Außerdem betonte sie die Bedeutung des neuen Ansatzes für die verschiedenen Programme, der die traditionellen Bereiche und Disziplinen aufgibt und sich auf die großen Problembereiche konzentriert, denen die Europäische Union gegenübersteht.

Zuletzt betrachtete sie drei Dimensionen europäischer Forschung, die den Schwerpunkt von RP5 bilden werden, als erstes das Thema Frauen und Forschung. Kommissarin Cresson betonte die Bedeutung, Frauen an wissenschaftlicher Forschung zu beteiligen und wies auf eine Mitteilung der Kommission zu diesem Thema hin.

Die zweite Dimension untersuchte die ethischen Fragen der Forschung, wie Klonierung und genetisch modifizierte Organismen. Sie hob die Bedeutung eines gemeinsamen europäischen Vorgehens bei diesen ethische Fragen hervor.

Drittens sprach sie über die mittelfristigen Aussichten für Forschung in Europa. Welche Form wird europäische Forschung im Hinblick auf die Erweiterung Europas annehmen?, fragte sie, und wie können wir die Kohärenz innerhalb der Europäischen Union bewahren, wenn die Anzahl der Mitgliedstaaten steigt? Diese Fragen werden während der Sitzung des Forschungsrates im Mai diskutiert.

Ferner warf Kommissarin Cresson einen Blick auf die weiteren Aussichten von RP5 und betrachtete zwei oder drei Hauptentwicklungen, wie die Agenda 2000, die eine institutionelle Reform herbeiführen wird, um das Funktionieren der EU mit 25 Mitgliedstaaten zu ermöglichen.

Ein weiteres Thema waren die sozialen Herausforderungen in Europa in Verbindung mit der Arbeitslosigkeit.

Drittens sprach Kommissarin Cresson über den Druck, den die Gesellschaft auf den Wissenschaftler ausübt.

"Die Gesellschaft erwartet konkrete Fortschritte von der Wissenschaft und Technologie in solchen Bereichen wie Gesundheit, Umwelt und Verkehr," sagte sie.

Kommissarin Cresson beendete ihre Rede mit der Feststellung: "Das Fünfte Rahmenprogramm an sich ist ein Ausgangspunkt für eine bedeutende europäische Initiative zu Beginn des 21. Jahrhunderts."

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