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Wallonien und Brüssel suchen nach internationalen Forschungstalenten

Das durch die EU geförderte Programm BEWARE FELLOWSHIPS bringt Forscher aus der ganzen Welt in Wallonien und Brüssel zusammen, um Innovation zu stimulieren, den Technologietransfer anzuregen sowie Forscherlaufbahnen einen starken Impuls zu verleihen.
Wallonien und Brüssel suchen nach internationalen Forschungstalenten
Insgesamt 50 junge Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland werden in den kommenden Monaten im Rahmen des BEWARE FELLOWSHIPS-Programms in wallonischen Forschungsgruppen arbeiten. Dieses Programm ist eine Initiative, die durch die EU-RP7-Marie-Curie-Maßnahmen im Rahmen der Projekte MARSHALL FELLOWSHIPS und TECHNOLOGY TRANSFER FELLOWSHIPS kofinanziert werden. In den kommenden vier Jahren soll die Zahl der Projektteilnehmer auf knapp 100 ansteigen, da das Projekt auch weiterhin hochqualifizierte Forscher nach Wallonien und Brüssel anzieht.

BEWARE FELLOWSHIPS wird vom wallonischen Öffentlichen Dienst (SPW / DGO6) in Belgien koordiniert und stellt Forscher mit 18- bis 36-monatigen Verträgen in Wallonien oder Brüssel ein, um damit der individuellen und lokalen Wirtschaft sowie der Forschungsgemeinschaft zu dienen. Das Projektteam bemüht sich auch um die Stipendien, um die Sichtbarkeit Wallonien auf internationaler Ebene zu stärken und eine langfristige internationale Zusammenarbeit zu etablieren.

Bisher wurden drei Ausschreibungen veröffentlicht. Weitere drei sind für 2015 und zwei für 2016 in Abhängigkeit vom verbleibenden Budget geplant. Die Ausschreibungen, die in zwei Kategorien - Industrie und Hochschule - aufgeteilt sind, wurden bereits bearbeitet und umfassen fünf Universitäten, sieben Forschungszentren und drei KMU. Zu den förderfähigen Forschern gehören bislang 13 Frauen und 37 Männer mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt, etwa aus den Vereinigten Staaten, China, Australien, Deutschland, Frankreich, Algerien, Indien, Chile und weiteren Ländern. Ziel der (durch MARSHALL FELLOWSHIPS kofinanzierten) Kategorie „Industrie“ ist es, dass KMU oder akkreditierte Forschungszentren von der Expertise hochqualifizierter Forscher profitieren, um den Innovationsprozess beim wallonischen Gastgeber anzuregen. Außerdem konzentriert sich die Kategorie „Hochschule“ (die von TECHNOLOGY TRANSFER FELLOWSHIPS kofinanziert wird) auf den Technologietransfer.

Dem Projektkoordinator Pierre Demoitié von SPW / DGO6 zufolge sind die Aufrufe zur Vorschlagseinreichung für alle Forschungsthemen offen (Bottom-up-Ansatz) und die Teilnehmer sollten einen innovativen Aspekt ihrer Forschung oder ihre Fähigkeiten für den Technologietransfer nachweisen. Zum Zeitpunkt der Einreichung sollten die Teilnehmer einen PhD-Titel oder vier Jahre Forschungserfahrung und in den letzten drei Jahren nicht mehr als 12 Monate in Belgien verbracht haben.

Eines der Hauptziele des Projekts ist es, das Forschungsprofil Walloniens zu verbessern. Derzeit sind in dieser Region zahlreiche multinationale Konzerne im Agrar- und Lebensmittelsektor, in den Biowissenschaften, Verkehr und Logistik, Luft- und Raumfahrt, in der Technik und neuen Materialien, Biomedizin, Bau und IKT aktiv, die rund 5 500 Forscherinnen und Forscher beschäftigen. Demoitié bemerkt, dass man hoffe, dass die an diesem Programm teilnehmenden Forscher im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit der Region zu „Botschaftern Walloniens“ werden.

Der Termin für die nächste Aufforderung zur Vorschlagseinreichung ist der 30. September 2015.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

BEWARE FELLOWSHIPS
http://bit.ly/KHDYxY

Quelle: Gestützt auf Informationen von BEWARE FELLOWSHIPS.

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