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Forschung und Werkzeuge für Statistik „Jenseits des BIP“

Das durch die EU geförderte Projekt WEB-COSI hat jede Menge Werkzeuge und Forschungsergebnisse geliefert, um die Beschäftigung mit Statistik für den gesellschaftlichen Fortschritt zu unterstützen.
Forschung und Werkzeuge für Statistik „Jenseits des BIP“
Das WEB-COSI-Projekt (Web COmmunities for Statistics for Social Innovation) wurde im Januar 2014 gestartet, um die Beschäftigung mit Statistik „Jenseits des Bruttoinlandsprodukts (BIP)“ zu verbessern. Auf dem kürzlich veranstalteten EU-Politikseminar zur datengestützen Förderung von sozialem Unternehmertum bot das Team einen Einblick in seine Arbeit der letzten eineinhalb Jahre mit Bürgern, der Zivilgesellschaft, nationalen Statistischen Ämtern und sozialen Unternehmern, sowohl offline als auch online.

Online-Werkzeuge und Debatten

Das Wiki-Datenportal von WEB-COSI, das von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehostet wird, will die Verbindungen zwischen den Erstellern von Statistiken und den WEB 2.0-Gemeinschaften stärken. Es ermöglicht jedem, der sich dafür interessiert, Informationen und Ergebnisse über Messungen verschiedener Dimensionen gesellschaftlicher Fortschritte hochzuladen. Das Team bezeichnet den Wiki als das „wichtigste und innovativste Werkzeug“ des Projekts. Man hofft, dass es zur maximalen Verwendung von offiziellen und inoffiziellen Daten durch Bürger, politische Akteure und soziale Unternehmer beitragen wird. Das Wiki-Datenportal, das bereits 111 Organisationen, 145 Initiativen und 190 Berichte umfasst, will ein „One-stop-shop“ für Daten und statistische Quellen in Bezug auf das Messen des Wohlergehens und des gesellschaftlichen Fortschritts werden.

Außerdem hat das WEB-COSI-Team die Bürger stark mit einbezogen und ihre Erfahrungen mit Statistik jenseits des BIP über das Jugendportal, mit Webinaren und Onlinediskussionen und -konsultationen sowie dem Wikiprogress-Universitätsprogramm erkundet.

Datenverwendung: Die Perspektive des sozialen Unternehmers

Ein zentrales Anliegen des Projekts war es auch, soziale Unternehmer in ganz Europa einzubeziehen, was sich im Thema des Seminars in Brüssel am 7. Juli zeigte. Auf der Veranstaltung im Rahmen der Konferenz Collective Awareness Platform 2015 beschrieb Tommy Hutchinson vom Projektpartner i-genius, wie das Team die Verwendung von Daten durch soziale Unternehmer mithilfe von Erhebungsdaten und einer laufenden Serie von vier Fokusgruppen in Litauen, Lettland, Slowenien und den Niederlanden untersucht. Seinen Ausführungen zufolge zeigen die Ergebnisse, dass ein relativ großes Vertrauen in Daten aus offiziellen Quellen (73 %) sowie eine hohe Erwartung, dass sich ihre Datennutzung noch steigern werde (79 %), bestehe. Doch vier teilnehmende Fokusgruppen, darunter einige der Top-Akteure der Welt, drückten ihren Wunsch nach Vereinfachung der Daten aus, und empfahlen, dass „politische Entscheidungsträger zunächst einmal ein Start-Up führen müssten, bevor sie sich einschalten“. Die Ergebnisse der Fokusgruppen und Erhebungen werden in die Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträger für die datengestützte Förderung von sozialem Unternehmertum einfließen.

Nächste Schritte

Stakeholder und interessierte Bürger können sich immer noch an dem Projekt beteiligen, indem sie an der abschließenden Fokusgruppe in Ljubljana, Slowenien, am 28. August und an der Abschlusskonferenz am 3. Dezember in Paris, Frankreich, teilnehmen. Man kann auch am Wettbewerb über die Datenvisualisierung des Wohlergehens teilnehmen, dessen Gewinner am Fünften Weltforum der OECD zu Statistik vom 13. bis 15. Oktober in Guadalajara, Mexico, teilnehmen werden.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

WEB-COSI
http://www.webcosi.eu/

Quelle: Gestützt auf einen Veranstaltungsbericht zur CAPS2015.

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