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Forderungen der Exporteure legen Biosicherheitsprotokoll lahm

Trotz ihrer Bemühungen gelang es der Europäischen Union und den Entwicklungsländern in der vergangenen Woche nicht, mit den Haupterzeugerländern von Agrarerzeugnissen, die mit Verfahren aus der Biotechnologie entwickelt wurden, eine abschließende Einigung über ein Biosicherhei...
Trotz ihrer Bemühungen gelang es der Europäischen Union und den Entwicklungsländern in der vergangenen Woche nicht, mit den Haupterzeugerländern von Agrarerzeugnissen, die mit Verfahren aus der Biotechnologie entwickelt wurden, eine abschließende Einigung über ein Biosicherheitsprotokoll zu erzielen.

Auf der am 23. Februar 1999 in Cartagena, Kolumbien, abgehaltenen Konferenz konnten die Haupterzeugerländer trotz der Unterstützung der Mehrheit der Konferenzteilnehmer den Konsens über einen Kompromißvorschlag für ein durchführbares Protokoll für Biosicherheit, der von der Europäischen Union ausgearbeitet worden war, nicht unterstützen. Die Erzeugerländer haben Bedenken über die Auswirkungen des Protokolls auf Exporte von Agrargütern, die lebende veränderte Organismen enthalten und die Beziehung des Biosicherheitsprotokolls mit der Welthandelsorganisation.

Auf der Versammlung zeigten sich die Entwicklungsländer bezüglich ihren Forderungen flexibel, um ein positives Endergebnis zu begünstigen. Sie unterstrichen auch die Bedeutung eines derartigen Protokolls für den Schutz der regionalen Artenvielfalt. Zum Schluß entschieden sie sich aber für eine Fortsetzung der Diskussionen, anstatt einem geschwächten Protokoll zuzustimmen.

Die Konferenz der Parteien beschloß, ihre Versammlung für die Dauer von höchstens 18 Monaten auszusetzen, um weitere Konsultationen zum Lösen der ausstehenden Probleme zu ermöglichen.

Die Europäische Kommission hat angegeben, daß sie sich weiterhin für die Notwendigkeit eines Biosicherheitsprotokolls über die grenzüberschreitende Bewegung lebender veränderter Organismen im Rahmen des Übereinkommens bezüglich der Artenvielfalt einsetzt.

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