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Start-up-Unternehmen erkundet Marktpotenzial für flexible gedruckte Elektronik

Eine EU-Finanzierung hat es einem portugiesischen Start-up-Unternehmen ermöglicht, noch besser von der bevorstehenden Revolution im Bereich der flexiblen gedruckten Elektronik profitieren zu können.
Start-up-Unternehmen erkundet Marktpotenzial für flexible gedruckte Elektronik
EU-Finanzmittel haben das Unternehmen Ynvisible, ein portugiesisches Start-up für gedruckte Elektronik, in die Lage versetzt, das Potenzial der Anwendung flexibler gedruckter Elektronik bei Dingen für den Verbraucher in der Gesamtheit zu bewerten. Die Anfang August 2015 abgeschlossene, sechsmonatige Durchführbarkeitsstudie beinhaltete Versuche auf der neuen Plattform mit der Bezeichnung PRINTOO, die es dem Unternehmen ermöglichten, die Bedürfnisse der verschiedenen Endanwender noch besser zu verstehen.

„Dank der Studie konnten wir uns die Zeit nehmen und den Aufwand treiben, unsere Kunden besser zu verstehen, zu erkennen, wer sie sind, und wie wir am besten auf ihre Bedürfnisse eingehen können“, erklärt Manuel Câmara, neuer Produktmanager bei Ynvisible.

Als ein Schlüsselsegment der potenziellen Endanwender wurde Bildung und Lernen identifiziert. So bekundeten Schulen Interesse an gedruckter Elektronik als ein Werkzeug zur Entwicklung von Kreativität und Fähigkeiten zum technischen Do-it-yourself bei den Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Klassenstufen.

„Auf Grundlage unserer Marktforschung wollen wir Produkte realisieren, welche dem Bedarf des Bildungssektors entsprechen“, so Câmara. „Schulen und Universitäten weltweit sehnen sich nach neuen Instrumenten, mit denen Schüler und Studierende im Rahmen der Entdeckung und Entwicklung neuer Ideen lernen können.“

Ein weiteres potenzielles ungenutztes Marktsegment ist die Gesundheit. Ynvisible ist unlängst eine Partnerschaft mit einem anderen innovativen Technologieunternehmen, BITalino, eingegangen, um ein intelligentes, tragbares Gerät zu entwickeln, mit dem der Nutzer verschiedene Messungen wie zum Beispiel von Körpertemperatur und Herzfrequenz verfolgen kann. BITalino revolutioniert auf diese Weise eine allen zugängliche Do-it-yourself-Nachverfolgung des Gesundheitszustands, indem man mit physiologischen Sensoren die Biosignale des Körpers misst.

„Wir gehen nun der Frage nach, ob PRINTOO aus seinem ursprünglichen Unternehmen ausgegliedert werden sollte“, fügt Câmara hinzu. „Wir wissen jetzt so viel mehr über unser Unternehmen, unseren Markt und unsere Kunden.“

Nach Abschluss der Durchführbarkeitsstudie besteht für Ynvisible die nächsthöhere Priorität nun darin, seine Palette an flexibler gedruckter Elektronik auf den Markt zu bringen. Jede druckbare PRINTOO-Komponente enthält in ihrem Kern einen hochleistungsfähigen, wenig Strom verbrauchenden Mikrokontroller - im Grunde einen auf eine einzige integrierte Leiterplatte montierten winzigen Computer -, auf dem eine Liste verschiedener Modulen zu finden ist, aus denen die Kunden wählen können, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Die Firmen können diese sehr dünnen elektronischen „Etiketten“ auf Gegenstände aufbringen, egal ob auf Luftballons und Kleidung wie auch auf in 3D gedruckte Objekte, um sie intelligent und interaktiv zu gestalten.

Hier zeigt sich das Eigentliche des Internets der Dinge (IoT), in dem Objekte, Tiere und Menschen mit eindeutigen Identifizierungskennungen ausgestattet und in der Lage sind, Daten über ein Netzwerk zu übertragen, ohne dass Computer-Interaktionen erforderlich sind. Fügt das Unternehmen seinen Produkten noch Internetfähigkeiten hinzu, können die Endanwender ihre Geräte aus der Ferne über Apps auf ihrem Smartphone steuern. Das Alleinstellungsmerkmal von PRINTOO besteht darin, dass die in der Entwicklung befindliche modular druckbare Elektronik flexibel und sehr preisgünstig ist und somit eine ganz neue Gruppe potenzieller Nutzer anspricht.

„Da alle Leiterplatten-Designs quelloffen sind, können sie ebenso wie andere modulare Baukästen verändert und an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden, wobei man zusätzlich druckbare, vollständig flexible Komponenten zur Verfügung hat“, erläutert Câmara. „Wir wollen die Grenzen der Innovation überschreiten, indem wir neue, flexible gedruckte Technologien auf den Markt bringen, die bisher nicht zur Verfügung standen.“

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

PRINTOO
http://www.printoo.pt/

Quelle: Gestützt auf Projekt-Blog-Posts, Nachrichten und ein Interview mit dem PRINTOO-Projekt.

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