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Interdisziplinäres Vorgehen ist nach Aussage der Lebensmittelexperten unerläßlich

Viele Ziele der Leitaktion "Nahrungsmittel, Ernährung und Gesundheit/Umwelt und Gesundheit" lassen sich nach Aussage der Experten-Beratungsgruppe (EBG), die diese Leitaktion des thematischen Programms "Lebensqualität, Management lebender Ressourcen" diskutiert hat, nur dann ve...
Viele Ziele der Leitaktion "Nahrungsmittel, Ernährung und Gesundheit/Umwelt und Gesundheit" lassen sich nach Aussage der Experten-Beratungsgruppe (EBG), die diese Leitaktion des thematischen Programms "Lebensqualität, Management lebender Ressourcen" diskutiert hat, nur dann verwirklichen wenn eine große Zahl von wissenschaftlichen Disziplinen und sozioökonomischen Akteuren mobilisiert werden, damit sie zusammenwirken können.

Die Gruppe betrachtete das Arbeitsprogramm der Leitaktion, indem sie sich drei Fragen stellte. Die erste behandelt die "zweckgerechte Auslegung der Leitaktion im Hinblick auf die angestrebte Problemlösung sowohl aus der Sicht der Formulierung der Probleme als auch aus der Sicht der Art und Weise ihrer Handhabung".

Die wesentliche Herausforderung, der mit dieser Leitaktion begegnet werden soll, ist der Wunsch der Verbraucher nach verbesserter Gesundheit und verbessertem Wohlergehen und ihrer Forderung nach Reduzierung der mit den verzehrten Nahrungsmitteln und der Lebensumgebung verbundenen Gesundheitsrisiken,

Der Lösungsweg bei dieser Leitaktion muß nach Aussage der EBG den Verbraucher an die Spitze der Nahrungsmittelkette stellen und soll es möglich machen, die primären Produktionsmethoden in der Landwirtschaft, die eingesetzten Verarbeitungsmethoden, die Praxis in den gastronomischen Gewerben, und die auf Produktetiketten beim Verkauf enthaltenen Informationen zu beeinflussen.

Die zweite, von der Gruppe gestellte Frage war: "Wurden die angestrebten Ziele klar umrissen und sind sie sowohl währen der Laufzeit als auch bei Programmende ausreichend meßbar".

Das Erreichen einiger der Ziele dieser Leitaktion hängt nach Aussage der Gruppe von vielen anderen Faktoren als nur der Forschung ab; so z.B. von Rechtsvorschriften, Bildungswesen, Beobachtung und Steuerung, Industrie, Verbraucherverhalten usw.

Es ist darauf zu achten, daß keine zu allgemeinen Ziele festgelegt werden, die bei der Auswertung der erzielten Ergebnisse keinen Wert haben, und auch keine unrealistischen Ziele, wie z.B. die Festlegung der Reduzierung der Anzahl von Krebserkrankungen über fünf Jahre oder die Senkung der Zahl der Lebensmittelvergiftungen um einen bestimmten Prozentsatz.

Die letzte angesprochene Frage war: "Ist die 1999 vorgenommene Wahl der FTE-Prioritäten für die Erreichung der Programmziele und die Ergebnisse angebracht". Hier empfahl die EBG enge gegenseitige Beziehungen zwischen Unterbereichen der Leitaktionen "Umwelt und Gesundheit und Lebensmittel/Ernährung und Gesundheit" und anderen Leitaktionen, wie z.B. "Zellenfabrik", "Infektionskrankheiten" und "Nachhaltige Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft", die zu Projektclustern mit sich ergänzenden Zielen führen sollten.

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