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Europäische Forschung im Bereich Neurowissenschaft dient der Gesellschaft

Anläßlich der Europäischen Woche des Gehirns hat die Europäische Kommission, Generaldirektion XII, vier Forschungsprojekte herausgestellt, die bedeutende Fortschritte in der Neurowissenschaft darstellen.

Diese Projekte sind von großer Bedeutung für die Behandlung neurologisch...
Anläßlich der Europäischen Woche des Gehirns hat die Europäische Kommission, Generaldirektion XII, vier Forschungsprojekte herausgestellt, die bedeutende Fortschritte in der Neurowissenschaft darstellen.

Diese Projekte sind von großer Bedeutung für die Behandlung neurologischer Krankheiten sowie für unser Verständnis des menschlichen Gehirns, mit offensichtlichen Vorteilen für die Gesellschaft und potentiellen Ausstrahlungseffekten für die Biotechnologie und die pharmazeutische Industrie:

- Die Regenerierung von Nervenzellen nach einer Verletzung, durch die ermittelt werden soll, was zur Förderung der Regenerierung unternommen werden kann;
- Verlangsamung von Krankheiten des motorischen Nervensystems durch die Entwicklung von Methoden, Motoneurone am Leben zu halten;
- Einsatz von Magnetresonanzbildgebung um festzustellen, wie das Gehirn arbeitet, zur Verbesserung der Diagnose und Behandlung von Gehirnkrankheiten;
- Entwicklung von Maus- und Rattenmodellen in Bezug auf die Alzheimersche Krankheit, um unser Verständnis dieser Krankheit zu verbessern.

Ausführliche Beschreibungen dieser vier Projekte sind erhältlich über:

URL: http://europa.eu.int/comm/dg12/press/1999/pr1703en.html

Unser Wissen um das Gehirn ist vielleicht die einzige Möglichkeit, einige der sozialen, medizinischen und bildungstechnischen Probleme zu lösen, die das Leben des europäischen Bürgers beeinträchtigen, wie z. B. Drogenmißbrauch, Alzheimersche Krankheit, Paralysis agitans, Schlaganfall, Epilepsie, geistige Retardierung, Dyslexie/Legasthenie und das Lernen von Fremdsprachen, sagt die GD XII. Einblicke in die komplexen Vorgänge des Nervensystems zu gewinnen, ist gar nicht so einfach. Das Gehirn des Menschen enthält Milliarden von Nervenzellen mit äußerst unterschiedlichen Merkmalen, wobei jedes Neuron mit nicht weniger als 10.000 anderen Neuronen kommuniziert.

Erfahrungen aus dem Vierten Rahmenprogramm (FP4) der Europäischen Union für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (FTE) zeigen, daß die neurowissenschaftliche Forschung auf europäischer Ebene hervorragende Wissenschaftler bei ihren Bemühungen um die Lösung der Aufgaben zusammenführt, die mit der komplexen wissenschaftlichen Erforschung des menschlichen Gehirns verbunden sind. Das Ziel besteht letztendlich darin, neue oder verbesserte diagnostische, vorbeugende und therapeutische Ansätze in Bezug auf neurologische und mentale Störungen zu entwickeln.

Im Rahmen von FP4 hat das Programm BIOTECH 45 transnationale, multidisziplinäre Projekte über Zellenkommunikation im Nervensystem finanziert, an dem 241 Laboratorien beteiligt waren und das über ein Budget von ECU 42,1 Mio. verfügte. Darüber hinaus hat das Programm BIOMED 73 Projekte über 'Gehirnforschung' mit einem Gesamtbudget von ECU 45 Mio. unterstützt.

Das Fünfte Rahmenprogramm (FP5/5RP) wird sich die wichtigen Probleme vornehmen, die mit Gehirnstörungen und -krankheiten verbunden sind und die Entwicklung einer neuen Basis für diagnostische, vorbeugende und therapeutische Ansätze fördern. Darüber hinaus wird FP5 sein Augenmerk auch besonders auf Einblicke in das Verhalten, Gedächtnis, Lern- und Gedächtnisvorgänge sowie in das Lernen von Sprachen richten, und Synergien zwischen der Neurowissenschaft und Informationstechnologien erforschen. Das Programm wird sicherstellen, daß neurowissenschaftliche Entdeckungen zur Entwicklung neuer kommerzieller Chancen und industrieller Innovation zum Wohle des europäischen Bürgers an die europäische Industrie weitergeleitet werden. Die Neurowissenschaft ist eine von sieben "FTE Aktivitäten generischer Art", denen im Rahmen von 5RP ein Gesamtbudget von 483 Millionen zugewiesen wurde.

Darüber hinaus wird die 5RP Leitaktion Die alternde Bevölkerung und Behinderungen" ihre besondere Aufmerksamkeit der Alzheimerschen Krankheit, Paralysis agitans und den biologischen, psychologischen und sozioökonomischen Faktoren widmen, die für den gesunden Alterungsprozeß von Bedeutung sind. Das Gesamtbudget für diese Leitaktion beträgt 190 MEURO.

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