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Inselregionen fordern Energiemaßnahmen

Teilnehmer der Konferenz am 19. und 20. März 1999 in Palma de Mallorca (Balearen) verabschiedeten eine Erklärung über Energieversorgungspolitik und Nachfragesteuerung, in der sie hervorhoben, daß die Transeuropäischen Energienetze (TEN) den Inseln bisher noch nicht genug genüt...
Teilnehmer der Konferenz am 19. und 20. März 1999 in Palma de Mallorca (Balearen) verabschiedeten eine Erklärung über Energieversorgungspolitik und Nachfragesteuerung, in der sie hervorhoben, daß die Transeuropäischen Energienetze (TEN) den Inseln bisher noch nicht genug genützt haben.

Sie verlangten die Durchführung von Maßnahmen, die folgendes bewirken würden:

- eine größere Sicherheit der Energieversorgung auf den Inseln;
- eine Diversifizierung ihrer Energieressourcen;
- eine Kapazität zum Exportieren ihrer eigenen Energieerfahrungen und -technologien zum globalen Markt, wenn sie das Potential hierfür haben sollten.

In diesem Sinne forderten sie von der Kommission, dem Rat und dem Europäischen Parlament:

- die Förderung von TEN-Programmen für die Inseln, um eine Energieinfrastruktur mit festen Verbindungen mit dem Festland und innerhalb der Inseln oder eine Infrastruktur für Energieerhalt und -verteilung zu entwickeln;
- die Verbesserung bestehender fester Verbindungen, die veraltet sind oder deren Kapazität nicht ausreicht;
- den Bau der erforderlichen Kapazität für eine autonome Energieproduktion und -verteilung mit besonderer Betonung erneuerbarer Energiequellen, die im Einklang mit geographischen und physischen Bedingungen und an die Entwicklung des technischen Fortschritts angepaßt sind;
- die europäischen Einrichtungen zu drängen, eine Gemeinschaftsrichtlinie über erneuerbare Energie vorzulegen, anzunehmen und umzusetzen. Dies würde die Situation von Inseln und die Nutzung ihres Potentials stark betonen mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien innerhalb der Europäischen Union zunehmend zu vergrößern.
- sie zu drängen, angemessene finanzielle Mittel zur Umsetzung einer solchen Politik bereitzustellen;
- Bedenken über die potentiellen Wirkungen der bevorstehenden Reform der Strukturfonds zum Ausdruck zu bringen, wenn diese Reform eine allgemeine Reduzierung der verfügbaren finanziellen Ressourcen sowie den Ausschluß einiger Inselregionen aus der Liste der förderfähigen Ziel-1- oder Ziel-2-Gebiete zur Folge hätte;
- die Kommission aufzufordern, Energieprojekten Vorrang zu geben, die in den neuen Programmplänen, die für Ziel-1- und Ziel-2-Gebiete vorbereitet werden, eventuell keine Priorität erhalten würden, und die eingehende Überprüfung aller Vorschlagsentwürfe durch kompetente Dienstleistungserbringer zu fordern;
- anzuerkennen, daß in Inselregionen Energienachfragesteuerung von grundlegender Bedeutung ist und Maßnahmen in diesem Bereich daher als eine Priorität für die Politik betrachtet werden müssen, um den stetigen Anstieg der Energienachfrage zu bewältigen;
- zu beachten, daß sich die Inselgebietskörperschaften für die Stärkung der Energienachfragesteuerung durch die geschaffenen Energiewirtschaftsagenturen oder relevante Energiestrukturen engagieren. Es ist aber immer noch notwendig, regionale und lokale Gebietskörperschaften zu drängen, energiepolitische Maßnahmen durchzuführen, um die Energieeffizienz zu verbessern und Bürger und Besucher von Inseln für Maßnahmen zur sparsamen Energieverwendung zu sensibilisieren.
- die Präsentation einer Mitteilung durch GD XVII über Energienachfragesteuerung, in der die besonderen Bedürfnisse von Inseln besonders anerkannt werden;
- daß für Energieprojekte anwendbare Forschungs- und Entwicklungsfonds besondere Inselkriterien enthalten, um Flexibilität und Priorität für Projekte von Inseln zu gewährleisten.

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