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Ausschreibung zur Förderung von Innovation und KMU-Beteiligung

Die Europäische Kommission hat einen Aufruf zur Vorschlagseinreichung für indirekte Aktionen der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (FTE) im Rahmen des spezifischen Programms Förderung von Innovation und KMU-Beteiligung unter ihrem Fünften Rahmenprogramm (RP5) für FTE-Aktivitäten (1998-2002) veröffentlicht.
Der Wortlaut der Ausschreibung sowie alle Unterlagen für die Einreichung eines Vorschlags sind abrufbar unter:
URL: http://cordis.europa.eu/smes/src/199901.htm
Die Ziele, Prioritäten, die vorläufigen Haushaltsmittel und die Arten indirekter Aktionen, die in der Ausschreibung genannt werden, entsprechen den Angaben im Arbeitsprogramm, das die Europäische Kommission für die Durchführung des spezifischen Programms für die Ausschreibung aufgestellt hat.
Die Fristen für die Bewertung sind unterschiedlich und abrufbar unter:
URL: http://cordis.europa.eu/sme/bdel_/calls.htm
Die Ausschreibung umfaßt Maßnahmen in den Bereichen Sondierungsprämien und kooperative Forschung, die dazu dienen sollen, die KMU-Beteiligung an FTE-Aktivitäten zu fördern und zu erleichtern. Die Maßnahmen beziehen sich auf Projekte, die ein großes Innovationspotential aufweisen und unter die allgemeinen Zielsetzungen und Prioritäten der thematischen Programme des RP5 fallen. Sie müssen sich also nicht speziell auf den genauen Plan für Schlüsselaktionen, generische Technologien und Forschungsinfrastruktur beziehen. Dennoch muß aus den eingereichten Vorschlägen hervorgehen, daß das jeweilige Projekt den von der Europäischen Union festgelegten Forschungs- und Entwicklungszielen sowie Prioritäten entspricht.
Die KMU-spezifischen Maßnahmen (d.h. Sondierungsprämien und kooperative Forschung) werden durch das kontinuierliche Einreichungsverfahren für diese Ausschreibung realisiert.
Im Rahmen der Sondierungsprämien können Partnerschaften aus mindestens zwei KMU aus zwei verschiedenen Mitgliedstaaten oder einem Mitgliedstaat und einem assoziierten Staat finanzielle Unterstützung von der Kommission erhalten, um einen Projektvorschlag für ein kooperatives, gemeinsames, Demonstrations-, kombiniertes gemeinsames Demonstrations- oder Innovationsprojekt vorzubereiten.
Durch die Sondierungsprämie haben sie die Möglichkeit, die Definition des Projektvorschlags durch Marktanalyse, Neuheitsbestätigungen, Durchführbarkeitsstudien und/oder Partnersuche zu vervollständigen. Bei Projekten für biomedizinische Forschung kann gegebenenfalls ein Antrag für eine Sondierungsprämie von einem KMU und einem Endnutzer aus einem anderen zulässigen Staat gestellt werden. Die Gesamtkosten einer Sondierungsprämie dürfen 30.000 Euro nicht überschreiten. Die Kommission beteiligt sich zu 75% an den Kosten. Die Höchstlaufzeit einer Sondierungsprämie beträgt ein Jahr. Ein KMU kann nur eine Sondierungsprämie unter dem RP5 erhalten.
Bei Projekten im Rahmen der kooperativen Forschung können mindestens drei gegenseitig unabhängige KMU aus mindestens zwei verschiedenen Mitgliedstaaten oder einem Mitgliedstaat und einem assoziierten Staat gemeinsam nach der Lösung ihrer gemeinsamen technologischen Probleme suchen, indem sie sie an dritte Rechtspersönlichkeiten (die FTE-Leistungsträger) einschließlich Unternehmen übertragen, die über entsprechende Forschungs- oder Technologiebewertungskapazitäten verfügen. Im Rahmen kooperativer Forschungsprojekte, zu denen auch Technologietransfermaßnahmen gehören können, sind Arbeiten in Höhe von mindestens 40% der gesamten Projektkosten und 50% der Arbeitszeit von den FTE-Leistungsträgern auszuführen. Ihre bei der Projektdurchführung entstehenden Kosten werden (vom KMU-Konsortium) zu 100% gedeckt.
Die KMU-Auftraggeber, die einen Teil der Lösung ihrer technischen Probleme intern suchen können, können einen Teil der Arbeiten selbst durchführen, der bis zu 60% der gesamten Projektkosten betragen kann. Die Gesamtkosten der kooperativen Forschungsprojekte reichen von 300.000 Euro bis 2 Millionen Euro, wovon die Kommission 50% trägt. Die Projektdauer beträgt zwischen einem und zwei Jahren.
Um zu gewährleisten, daß alle KMU-Auftraggeber vom Projekt profitieren, kann kein einzelner KMU-Auftraggeber oder angeschlossener Auftraggeber mehr als 40% des gesamten KMU-Beitrags leisten. Außerdem können die KMU-Auftraggeber aus einem bestimmten Land zusammen nicht mehr als 60% des gesamten KMU-Beitrags übernehmen.
Andere Organisationen aus den Mitgliedstaaten oder assoziierten Ländern (Sponsoren) können sich an kooperativen Forschungsprojekten beteiligen. Diese anderen Organisationen erhalten jedoch weder Gemeinschaftsfinanzierung noch sind sie Inhaber der geistigen eigentumsrechte (IPR), die aus dem Projekt hervorgehen.
Die Kosten der Koordination eines kooperativen Forschungsprojektes (beispielsweise Verwaltungskosten) können als zulässige Kosten unter dem Abschnitt Kosten für Nachunternehmer angegeben werden, sofern keiner der KMU-Auftraggeber als Koordinator fungieren kann. Die Funktion muß jedoch klar gerechtfertigt sein.
Die geistigen und industriellen Eigentumsrechte gehören den KMU-Auftraggebern. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Bewertung der Forschungsergebnisse innerhalb der KMU, um einen effektiven Wissenstransfer vom FTE-Nachunternehmer an die KMU zu gewährleisten. Gegebenenfalls kann dem kooperativen Forschungsprojekt eine Demonstrationsphase folgen.
Informationen zu den Bedingungen für die Teilnahme am Programm und zur Ausarbeitung und Einreichung von Vorschlägen sind im Leitfaden für Bewerber der Europäischen Kommission enthalten, der zusammen mit dem Arbeitsprogramm und anderen Auskünften zur Ausschreibung bei der untengenannten Stelle anzufordern ist.

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