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Forum drängt EU zu Investitionen zur Steigerung des Umweltbewußtseins

Das Europäische Forum zur Beratung über Umweltfragen und nachhaltige Entwicklung hat zu einer großangelegten Sensibilisierungs- und Bildungskampagne auf europäischer Ebene aufgerufen, um einen Wandel der Einstellung und des Verhaltens der Öffentlichkeit zu bewirken.
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Das Europäische Forum zur Beratung über Umweltfragen und nachhaltige Entwicklung hat zu einer großangelegten Sensibilisierungs- und Bildungskampagne auf europäischer Ebene aufgerufen, um einen Wandel der Einstellung und des Verhaltens der Öffentlichkeit zu bewirken.
Das Forum, das sich aus Vertretern von Industrie, Nicht-Regierungsorganisationen (NRO), Gewerkschaften, Forschung und sonstigen Interessengruppen zusammensetzt, vertritt die Ansicht, daß dies für die Reduzierung des Treibhausgasemissionen von entscheidender Bedeutung sei, da der Endverbrauch momentan ca. ein Drittel der Emissionen ausmache. Der Verkehr sei für ein weiteres Drittel verantwortlich.
Die Empfehlung ist Teil eines Berichtes im Zusammenhang mit der Ausarbeitung der klimapolitischen Strategie der Europäischen Union, die von den Staats- und Regierungschefs auf dem im Juni 1999 in Köln stattfindenden Europäischen Gipfel zu erörtern ist.
Die Gruppe hat ihre Schlußfolgerungen wie folgt zusammengefaßt:
- für die Entwicklung und Umsetzung einer effektiven europäischen Klimapolitik ist eine systematische und effiziente Beteiligung aller Betroffenen und Interessierten an der Klimapolitik der EU unabdingbar;
- eine großangelegte öffentliche Sensibilisierungs- und Bildungskampagne auf EU-Ebene ist erforderlich, wenn sich eine große Mehrheit der europäischen Bürger der Dringlichkeit von Maßnahmen bewußt werden soll;
- grundlegende Unterschiede zwischen den nördlichen und südlichen Mitgliedstaaten sollten erkannt und angesprochen werden, damit die gesamte EU einen Impuls erhalten kann;
- die Verkehrspolitik ist eine tragende Säule eines effizienten europäischen Maßnahmenplans, um den Verpflichtungen von Kyoto gerecht zu werden, und auf lange Sicht auch für eine Umstellung auf einen klimafreundlicheren Entwicklungskurs;
- technologische Innovation, Verbreitung und Transfer spielen weltweit eine Schlüsselrolle in der Klimapolitik. Die Technologie sollte jedoch dem Kontext angepaßt werden, in dem sie eingesetzt wird. Systeme zur Erfassung von technischen Entwicklungen speziell im Hinblick auf die Klimaveränderung sollten in der EU verstärkt zum Einsatz kommen;
- die Diversifizierung der primären Energiequellen in der EU muß erhalten und gefördert werden, insbesondere im Hinblick auf erneuerbare Energiequellen wie Sonnen-, Wind- und Bioenergie;
- die EU sollte sich um eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern auf dem Gebiet der Klimaveränderung bemühen. Eine Beteiligung dieser Länder ist nur dann möglich, wenn die wichtigsten Akteure aus der Industrie ihren guten Willen zeigen und effektive Maßnahmen zur Reduzierung von Schadstoffemissionen ergreifen;
- die EU sollte für den Transfer von klimafreundlichen Technologien in die Entwicklungsländer die entsprechenden Bedingungen, Kapazitäten und Anreize schaffen. Dies kann teilweise durch eine sorgfältige Gestaltung des Clean Development Mechanism erreicht werden.

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