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Europäische Investitionsbank stellt Darlehen für Umweltprojekte in Lettland und Spanien zur Verfügung

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat angekündigt, Lettland und Spanien für bedeutende Umweltprojekte Darlehen in Höhe von insgesamt 62 Millionen Euro zu gewähren.
Das Darlehen über 20 Millionen Euro an die Republik Lettland wird hauptsächlich der Unterstützung von umwel...
Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat angekündigt, Lettland und Spanien für bedeutende Umweltprojekte Darlehen in Höhe von insgesamt 62 Millionen Euro zu gewähren.
Das Darlehen über 20 Millionen Euro an die Republik Lettland wird hauptsächlich der Unterstützung von umweltbezogenen vorrangigen Investitionen durch mittlere und kleine lettische Gemeinden dienen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten in den Bereichen Wasser, Abwasser, feste Abfallstoffe und städtische Infrastruktur sowie Ausstattung, die sich sehr positiv auf die Umwelt auswirken werden. Laut der Europäischen Investitionsbank wird die Sanierung und Modernisierung der städtischen Infrastruktur insbesondere im Umweltbereich zu einem dauerhaften Wirtschaftswachstum in Lettland beitragen. Dabei werden das öffentliche Gesundheitswesen und öffentliche Einrichtungen geschützt sowie positive Auswirkungen auf Fischerei, Landwirtschaft, Erholungseinrichtungen und Tourismus erzielt.
Die Projekte werden dazu beitragen, daß lettische Umweltstandards, wie in der von Lettland und der EU unterzeichneten Beitrittsvereinbarung vorgesehen, an die der Europäischen Union (EU) angepaßt werden. Insgesamt gesehen werden die Investitionen positive Auswirkungen auf den Ostseebereich in Übereinstimmung mit dem HELCOM-Abkommen (Helsinki-Kommission zum Umweltschutz der Ostsee) haben.
Mit dem Darlehen über 42 Millionen Euro an die Entidad Pública de Saneamiento de Aguas Residuales de la Comunidad Valenciana in Spanien wird die Modernisierung der Einrichtungen zur Abwasserbehandlung in der Region finanziert.
Das Projekt umfaßt den Bau bzw. die Modernisierung von 28 Anlagen zur Abwasserbehandlung, den Bau eines neuen Meeresabflusses, die Sanierung von sieben bestehenden Abflüssen und die technische Modernisierung und Erweiterung der Kanalisation einschließlich einiger Pumpstationen. Die Arbeiten sind Teil des 1993 von der regionalen Regierung verabschiedeten Rahmenplans zur Abwasserbehandlung, dessen erste Stufe durch ein früheres Darlehen der EIB finanziert wurde.
Die Region Valencia, eine wichtige Touristenregion, hat ca. vier Millionen Einwohner. Ihre Zahl steigt in den Sommermonaten auf beinahe sechs Millionen an. Als ein wichtiges Industriezentrum benötigt die Region ebenfalls Umweltschutzsysteme, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Die geplante Investition in Einrichtungen zur Abwasserbehandlung wird dazu beitragen, die Umweltressourcen der Region zu bewahren, die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern und die Attraktivität der Strände für Touristen zu erhöhen.
Die EIB wurde 1958 im Rahmen der Römischen Verträge gegröndet, unter denen auch die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft entstand. Ziel war es, die Integration, eine ausgewogene Entwicklung und wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt innerhalb der Mitgliedstaaten zu fördern, indem langfristig Finanzierungen für Kapitalinvestitionen zur Förderung der Verwirklichung der Ziele der Europäischen Union bereitgestellt werden.
Zur Unterstützung von Projekten kleinen und mittleren Umfangs nutzt die EIB ihre 1968 selbst entworfene Globaldarlehensfazilität. Bei Globaldarlehen handelt es sich im Grunde um Kreditrahmen, die Banken und anderen Finanzzwischenhändlern offenstehen, die auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene tätig sind, und die die Einnahmen in Form von Unterkrediten für kleinere Investitionsvorhaben in Übereinstimmung mit den Darlehenskriterein der EIB weiterleiten.

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Länder

  • Spanien, Lettland
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