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Programme zu umweltbedingten Erkrankungen und seltenen Krankheiten

Nach einem Übereinkommen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat hat die Europäische Union (EU) zwei Programme zu umweltbedingten Erkrankungen und zu seltenen Krankheiten verabschiedet.
Der amtierende EU-Kommissar für Gesundheitsfragen, Padraig Flynn, begrüßte ...
Nach einem Übereinkommen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat hat die Europäische Union (EU) zwei Programme zu umweltbedingten Erkrankungen und zu seltenen Krankheiten verabschiedet.
Der amtierende EU-Kommissar für Gesundheitsfragen, Padraig Flynn, begrüßte diese Nachricht als "einen Schritt in die richtige Richtung". Er sagte, die Kommission sei erfreut, daß sofort mit Aktionen zur Prävention solcher Krankheiten, die in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hätten, begonnen werden könne.
Das erste der beiden Programme zielt auf ein besseres Verständnis der durch Umweltverschmutzung verursachten Krankheiten und deren Prävention in der gesamten EU ab. Im Rahmen dieses Programms soll auch die Zusammenarbeit gefördert werden, damit Anstrengungen auf diesem Gebiet nicht unnötigerweise mehrfach unternommen werden. Die Mitgliedstaaten sollen die besten Lösungen für gemeinsame Probleme finden. Das Programm läuft vom 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2001 und verfügt über ein Budget von 3,9 Millionen Euro.
In ähnlicher Weise besteht das Ziel des Programms für seltene Krankheiten darin, die Kenntnisse und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen freiwilligen und professionellen Unterstützungsgruppen zu verbessern, damit bestimmte Krankheitsgruppen möglichst effektiv behandelt und überwacht werden können. Das Programm läuft vom 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2003 und das Budget für das erste Jahr (1999) beträgt 1,3 Millionen Euro. Der finanzielle Rahmen für die weiteren vier Jahre (2000-2003) wird später im Detail festgelegt.
Bei der Umsetzung der Programme wird die Kommission von einem beratenden Ausschuß aus Vertretern der Mitgliedstaaten unterstützt. Es soll auch mit Institutionen und Organisationen, die auf dem Gebiet umweltbedingter Krankheiten und seltener Krankheiten tätig sind, zusammengearbeitet werden.
Herr Flynn sagte, er bedauere, daß die Dauer, der Umfang und das Budget des Programms im ursprünglichen Vorschlag der Kommission zu umweltbedingten Krankheiten gekürzt worden seien und daß Ausbildungsprogramme, Informationskampagnen oder Unterstützung für Selbsthilfegruppen im Kampf gegen Atemwegserkrankungen und Allergien nicht darin erwähnt seien.
Er sei jedoch über die Erklärung der Kommission, des Parlaments und des Rates erfreut, daß im künftigen öffentlichen Gesundheitsprogramm den seltenen und umweltbedingten Krankheiten besondere Aufmerksamkeit zukommen werde und die entsprechenden Haushaltsaspekte genau berücksichtigt würden. Dies, so erläuterte er, "bestätigt die Zusage, daß diese beiden wichtigen Gebiete der Krankheitsprävention hoch oben auf der EU-Tagesordnung stehen."

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