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EU-SEASED speichert Daten über Sedimentproben

Zur Zeit läuft eine europäische Initiative zur Einrichtung einer zentralen Datenbank mit Informationen über die in ganz Europa gelagerten Meeresbodenproben. Über die EU-SEASED-Datenbank sollen Wissenschaftler, Techniker und andere Interessenten umgehend feststellen können, wel...
Zur Zeit läuft eine europäische Initiative zur Einrichtung einer zentralen Datenbank mit Informationen über die in ganz Europa gelagerten Meeresbodenproben. Über die EU-SEASED-Datenbank sollen Wissenschaftler, Techniker und andere Interessenten umgehend feststellen können, welche Meeresbodenproben aus den verschiedenen Ozeanbecken der Welt gewonnen wurden und wo sie gelagert sind.
Ozeansedimentkerne und andere Proben vom Meeresboden stellen eine Quelle für Rohdaten von enormem wissenschaftlichem Wert dar. Viele Tausend Bodenproben wurden von europäischen Forschungsinstituten, geologischen Diensten, Universitäten und von Untersuchungs- und Prüfungseinrichtungen gesammelt. Diese Daten sind für verschiedene Stellen, wie Behörden, Industrie und Wissenschaft, von größter Bedeutung für ihre Forschung z.B. über den globalen Klimawandel, die Stabilität von Hängen, die Überwachung und Bewertung der Umweltverschmutzung sowie die Kohlenwasserstoffexploration.
Die Bodenproben und -kerne werden im allgemeinen nach einer ersten Untersuchung im Hinblick auf eine spätere Verwendung unter kontrollierten Bedingungen gelagert. Dies bedeutet, daß überall in der Europäischen Union Proben vom Meeresboden gelagert sind, die von hohem Nutzen und großer Bedeutung für die Wissenschaft sind. Es mangelt jedoch an Angaben darüber, welche Kerne wo aufbewahrt werden.
EU-SEASED soll dieses Problem lösen. Das Projekt nutzt die bestehenden nationalen Netze und setzt im Rahmen seiner stark proaktiven Herangehensweise Fragebögen und "Datenaufklärer ein, um in aktiver Weise Daten für die Datenbank zu sammeln. Die Stellen in den EU-Mitgliedstaaten, die über Daten aus Bodenproben verfügen, werden ebenfalls zur Teilnahme an diesem Projekt aufgefordert. Die EU-SEASED-Datenbank wird Metadaten über verfügbare Proben beinhalten. Außerdem werden die Bedingungen für den Zugriff auf die Probendaten und entsprechende weitere Datensätze für die Verhandlung zwischen dem Anforderer und der Stelle aufgeführt, wo die Probe gelagert ist.
EU-SEASED ist ein gemeinsames europäisches Projekt der beiden konzertierten Aktionen EUMARSIN (European Marine Sediment Information Network/Europäisches Informationsnetz für Meeressedimente) und EUROCORE und wird durch das Programm MAST (Meereskunde und technologie) der GD XII der Europäischen Kommission unterstützt. An diesem Projekt beteiligt sich ein Konsortium aus sechzehn nationalen europäischen geologischen Einrichtungen und sieben nationalen Zentren für Meeresforschung, die Material für die Datenbank liefern, sowie ein niederländisches Datenverwaltungsunternehmen, das für den Aufbau der Datenbank und die Wartung des Servers zuständig ist.

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