Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

ESARDA feiert dreißigjähriges Bestehen

ESARDA, die Europäische Vereinigung für Forschung und Entwicklung im Bereich Kernmaterialüberwachung, feiert ihr dreißigjähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß findet in Sevilla, Spanien, vom 4. bis 6. Mai 1999 die Jahresversammlung und das Symposium statt.
ESARDA wurde gegründet,...
ESARDA, die Europäische Vereinigung für Forschung und Entwicklung im Bereich Kernmaterialüberwachung, feiert ihr dreißigjähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß findet in Sevilla, Spanien, vom 4. bis 6. Mai 1999 die Jahresversammlung und das Symposium statt.
ESARDA wurde gegründet, um ein Forum für den Austausch von Ideen und Informationen zwischen den Mitgliedern zu schaffen und so die Forschung und Entwicklung im Bereich Kernmaterialüberwachung zu fördern. Die Vereinigung besteht aus elf führenden europäischen Organisationen aus neun Ländern und der Europäischen Kommission. Sie arbeitet auch mit europäischen Betreibern von Kernkraftwerken sowie mit der Euratom-Überwachungsbehörde, der internationalen Atomenergiebehörde und vielen anderen Forschungs- und Entwicklungsorganisationen zusammen.
Seit einigen Jahren existiert ein Kontrollsystem mit der Bezeichnung "Safeguards" (Kernmaterialüberwachung), das zur Kontrolle und Überwachung von gemeldetem Kernmaterial, das für friedliche Zwecke genutzt wird, entwickelt wurde. ESARDA hat bisher eine wichtige Rolle dabei gespielt, friedlich genutztes Kernmaterial zu kontrollieren und sicherzustellen, daß es nicht für gefährlichere Zwecke eingesetzt wird.
Die Vereinigung ist sich vollauf bewußt, daß der Bereich der Kernmaterialüberwachung enormen Veränderungen unterworfen ist und allein die Kontrolle von gemeldetem Kernmaterial keinen ausreichenden Schutz vor den Gefahren der nicht-friedlichen Nutzung des Kernmaterials bietet. ESARDA will gewährleisten, daß keine Aktivitäten mit unangemeldetem Kernmaterial durchgeführt werden. Dazu ist jedoch die dringende Änderung und Neuorientierung vorhandener Kontrollsysteme erforderlich. Die Vereinigung hat daher auf die Verabschiedung eines neuen Protokolls gedrängt, daß von Frankreich, dem Vereinigten Königreich und 13 anderen EU-Mitgliedstaaten, die keine Atomwaffen besitzen, unterzeichnet wurde.
Das "Zusatzprotokoll" enthält Informationen über jedes Atomprogramm des betreffenden Landes und garantiert den Zugang dazu. Es enthält Informationen zu allen nuklearen Einrichtungen, zu Forschung und Entwicklung, der Nutzung moderner Technologien und externem Atomhandel und verleiht Außenstehenden das Recht, Umweltproben zu nehmen.
ESARDA ist der Meinung, daß der technische Dialog und Informationsaustausch förderlich für ein internationales System zur Kernmaterialüberwachung ist. Die Vereinigung erkennt die zukünftigen Herausforderungen, wie z.B. die Entwicklung neuer Konzepte, Methoden und Ausrüstungen, um Kontrollsysteme für Kernmaterial zu stärken und zu vereinheitlichen sowie neue Systeme mit den vorhandenen älteren zu integrieren. Außerdem prognostiziert ESARDA, daß moderne Technologien, wie z. B. die Fernerkundung, die automatisierte Entnahme von Umweltproben, Informationsüberprüfung und -analyse und insbesondere Informations- und Kommunikationstechnologien zur Lösung des Problems beitragen können.
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben