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Kommission fordert europaweiten Austausch der Daten zu übertragbaren Krankheiten

Zur Erhöhung des Wissensstandes und zur Verbesserung der Verbreitung von Informationen und Daten über HIV/AIDS und andere übertragbare Krankheiten hat die Europäische Kommission im Rahmen des Aktionsprogramms der Gemeinschaft zur Prävention solcher Krankheiten einen Aufruf zur Vorschlagseinreichung veröffentlicht.
Dieser Aufruf bezieht sich auf sechs verschiedene Aktionen:
- zusammen mit den Mitgliedstaaten durchzuführende Prüfung der Möglichkeiten der Vergrößerung des Datenbestandes und Verbesserung der Qualität, Vergleichbarkeit und Verfügbarkeit der Daten; Stärkung der nationalen oder regionalen Überwachungssysteme und deren Umsetzung als Teil eines Netzes; für HIV/AIDS und den damit zusammenhängenden Krankheiten: Unterstützung des Europäischen Zentrums für die epidemiologische Aids-Überwachung;
- Beitrag zur besseren Qualität und Koordination der epidemiologischen Überwachungssysteme der Mitgliedstaaten und Beteiligung an der Entwicklung von Überwachungsnetzen auf Grundlage gemeinsam festgelegter Methodiken und Bedingungen für die Datenübertragung, die vorherige Konsultation und Koordination oder für Rückmeldungen;
- Einrichtung eines gemeinschaftlichen Netzes der Epidemiologen zur Festlegung gemeinsamer Überwachungsmethoden und -mittel, die insbesondere bei Epidemien die Möglichkeit erhöhen, in koordinierter Weise auf den Ausbruch von Infektionskrankheiten zu reagieren;
- Beitrag zur Erstellung und Verbreitung einer regelmäßigen Mitteilung und eines Bulletins der Gemeinschaft über die Überwachung der übertragbaren Krankheiten, die sowohl Routineüberwachungsdaten als auch Berichte zu besonderen epidemiologischen Untersuchungen enthält; der Beitrag sollte insbesondere durch die Bereitstellung der erforderlichen logistischen Unterstützung erfolgen;
- Unterstützung von Aktionen zur Steigerung des Problembewußtseins unter Einschluß von vergleichbaren und zuverlässigen Daten über Nosokomialinfektionen, und dies insbesondere im Rahmen von Routineüberwachungen der Krankenhausbedingungen, Förderung des Wissens und des Erfahrungsaustauschs über Möglichkeiten zur Analyse, Verarbeitung und praktischen Nutzung von Überwachungsergebnissen bezüglich Infektionen durch Keime, die gegenüber normalen Behandlungsmethoden (Antibiotika) resistent sind;
- Unterstützung bei der Prüfung der Effizienz und Durchführbarkeit von Voruntersuchungen bei bestimmten Arten von Infektionskrankheiten (Tuberkulose, Hepatitis usw.) insbesondere bei Schwangeren. Koordination der Forschung, um die Übertragung von Krankheiten von der Mutter auf das Kind zu minimieren.
Die Kommission fordert in diesem Bereich tätige Organisationen zur Einreichung von Projektvorschlägen auf.
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