Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Eureka will politische Unterstützung intensivieren

Wirtschaftsvertreter aus ganz Europa verständigten sich am 20. Mai 1999 in Brüssel am runden Tisch auf eine gemeinsame Position für die künftige Rolle von Eureka, der Europäischen Initiative für eine stärkere Zusammenarbeit in der industriellen Forschung und Entwicklung.
Das ...
Wirtschaftsvertreter aus ganz Europa verständigten sich am 20. Mai 1999 in Brüssel am runden Tisch auf eine gemeinsame Position für die künftige Rolle von Eureka, der Europäischen Initiative für eine stärkere Zusammenarbeit in der industriellen Forschung und Entwicklung.
Das Treffen fand im Anschluß an die Veröffentlichung einer unabhängigen Überprüfung der Initiative im April dieses Jahres statt. Der Bericht "Strategische Überprüfung - Errichten eines europäischen Innovationsnetzes umreißt die möglichen Entwicklungsszenarien für EUREKA. Der Bericht kann von dem Webdienst der Organisation unter folgender Adresse heruntergeladen werden:
URL: http://www.eureka.be/home/strategic-review/
Die Diskussionsteilnehmer sprachen sich für eine weitere Ausdehnung der Aktivitäten von Eureka über die Grenzen Europas hinweg aus, mit einer zunehmenden Ausrichtung auf die Förderung einer globalen Zusammenarbeit. Die Teilnehmer lobten die Rolle von Eureka als Instrument zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaftsforschung auf den Weltmärkten durch die Unterstützung einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen europäischen Unternehmen. Sie bezeichneten die Marktnähe und Aggregationsmethode von Eureka zur Stärkung der europäischen Wirtschaft als wichtige Faktoren. Diese, so die Vertreter, sollten gemeinsam mit den anderen derzeitigen Vorteilen der Organisation erhalten bleiben. Zu diesen Vorteilen zählen:
- ihre von der Wirtschaft ausgehenden Ziele;
- ihre variable Geometrie bei der Auswahl von Partnern;
- ihre niedrigen Verwaltungskosten;
- ihre eindeutige Position zum Wettbewerbsrecht;
- ihre strengen und kontrollierbaren Vorschriften zu geistigen Eigentumsrechten und zum Schutz von vertraulichen Angelegenheiten.
Die Teilnehmer bestätigten jedoch auch den zunehmenden Rückgang bei den Eureka-Aktivitäten trotz erfolgreicher Projektaufzeichnungen und günstiger Berichte seitens der Teilnehmer. Als Gegenmaßnahme haben sie sich auf eine Agenda geeinigt, mit der die wesentlichen Merkmale der derzeitigen Eureka-Strategien erhalten bleiben sollen, wobei Forschung und Entwicklung das Herzstück bilden. Es ist zu hoffen, daß sich die aktualisierte Agenda mit Hilfe von zusätzlichen Finanzierungszusagen und politischer Unterstützung besser umsetzen läßt.
Bei dem Treffen wurden einige Veränderungsvorschläge hinsichtlich der Eureka-Struktur unterbreitet, um das Potential von Eureka besser ausschöpfen zu können. Es wurde vorgeschlagen, die Sichtweite von Eureka zu verbessern und Mechanismen für mehr Flexibilität umzusetzen, damit sich die Initiative schnell an den sich rasant verändernden Kontext anpassen kann, in dem sie operiert. Eureka solle darüber hinaus auch direkt auf die Bedürfnisse der Wirtschaft eingehen, so die Teilnehmer. Sie begrüßten den Vorschlag, Wirtschaftsvertreter durch ein Wirtschaftsforum in die Lenkung von Eureka stärker einzubeziehen. Sie empfahlen ferner, daß Eureka ihre Unterstützung über ein ausgeglicheneres Portefeuille verteilt, und zwar sowohl mit kleineren, gezielten, als auch mit größeren, strategischen Projekten.
Auch kleine und mittlere Unternehmen sollen von Eureka künftig bei der Kommerzialisierung nach Abschluß der Forschungs- und Entwicklungsphase unterstützt werden. Eureka beabsichtigt ferner, die Gründung von Partnerschaften zwischen privaten und öffentlichen Einrichtungen zu fördern.
Die Wirtschaftsvertreter waren sich einig, daß all diese Maßnahmen vom Überleben von Eureka abhingen, was wiederum das politische Engagement der Mitgliedstaaten dieser Organisation erfordert.

Verwandte Informationen

Programme

Länder

  • Belgien
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben