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Neue frei zugängliche Plattform unterstützt biologische Vielfalt

Ein neues Instrument leistet Hilfe bei den Anstrengungen rund um die Verwirklichung der Ziele der EU auf dem Gebiet der biologischen Vielfalt. Die kürzlich eingeführte Informationsplattform ermöglicht es Wissenschaftlern, Daten über Süßwasser-, Küsten- und Meeresökosysteme auszutauschen.
Neue frei zugängliche Plattform unterstützt biologische Vielfalt
Aquatische Ökosysteme mit ihrer reichen biologischen Vielfalt sind in vielerlei Hinsicht für unsere Wirtschaft und Gesellschaft von Nutzen. Jedoch bringen die Aktivitäten des Menschen und Belastungen wie Umweltverschmutzung, Überfischung, invasive Arten und Klimawandel diese aquatischen Ökosysteme und deren Nachhaltigkeit in Gefahr. Um den Verlust der biologischen Vielfalt im Wasser aufzuhalten und umzukehren, hat die EU eine Reihe von Strategien umgesetzt. Damit diese Wirksamkeit entfalten, muss es jedoch eine Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Politikbereichen geben, zu denen Süßwasser-, Küsten- und Meeresökosysteme sowie innovative Unternehmenslösungen und öffentlich-privates Engagement zählen.

2015 wurde das EU-finanzierte Projekt AQUACROSS zur Unterstützung der Bemühungen der EU gestartet. Man wollte das Wissen und die Anwendung des ökosystembasierten Managements für aquatische Ökosysteme voranbringen, damit die Biodiversitätsstrategie der EU für das Jahr 2020 und andere internationale Erhaltungsziele rechtzeitig erreicht werden.

Erst vor kurzem hat der Projektpartner UNESCO und insbesondere deren Zwischenstaatliche Ozeanografische Kommission die AQUACROSS-Informationsplattform als Teil dieser Bemühungen ins Leben gerufen. Die Informationsplattform wurde komplett auf Grundlage vorhandener quelloffener Software entwickelt und dient als ein zentraler Zugangspunkt für Daten über aquatische Ökosysteme, biologische Vielfalt und Praktiken des ökosystembasierten Managements.

Worin besteht der Zweck der Informationsplattform?

Die Informationsplattform auf Basis eines quelloffenen Datenmanagementsystems mit der Bezeichnung CKAN gestattet dem Projektteam und externen Nutzern den offenen Zugang zu einem breiten Spektrum von Ressourcen im Zusammenhang mit dem Management aquatischer Ökosysteme und der biologischen Vielfalt in Europa. Die in den verschiedenen Fallstudien und Arbeitspaketen des Projekts erhobenen und generierten Daten sowie sämtliche Karten, Modelle und Instrumente werden über die Informationsplattform schrittweise an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Wie arbeitet die Informationsplattform?

Alle Projektpartner sind auf der Plattform als Einrichtungen registriert, die ihre speziellen Datensätze besitzen. Sie verfügen über eigene Workflows und Berechtigungen und können auf diese Weise ihren eigenen Veröffentlichungsprozess verwalten. Jede Einrichtung hat einen Administrator, der für das Hinzufügen einzelner Nutzer innerhalb dieser Einrichtung und für die Zuweisung verschiedener Autorisierungsrechte an Nutzer in Abhängigkeit von deren Funktion verantwortlich ist.

Nutzer können Datensätze erstellen, die sich im Besitz der Einrichtung befinden, der sie angehören. Gemäß Grundeinstellung sind die Datensätze privat und können nur von anderen Nutzern derselben Einrichtung eingesehen werden. Ist ein Datensatz zur Veröffentlichung bereit, kann er auf Knopfdruck veröffentlicht werden. Die Nutzer können eine breite Vielfalt an Informationen über aquatische Ökosystemleistungen veröffentlichen, handhaben, abfragen und visualisieren.

Gesammelte Datensätze können durch Bildung von Gruppen verwaltet werden, welche die Suche nach veröffentlichten Daten erleichtern. Gegenwärtig gibt es auf der Informationsplattform acht Gruppen, die den Fallstudien des Projekts entsprechen. Jede Fallstudie hat einen Gruppenadministrator, der für die Zuordnung registrierter Nutzer zur entsprechenden Fallstudie verantwortlich ist. Die Nutzer können dann Datensätze der Gruppe zuweisen, der sie angehören.

Bislang umfasst die Informationsplattform 642 Datensätze, die von 17 Einrichtungen verwaltet werden. Ein von AQUACROSS veröffentlichtes Handbuch stellt detaillierte Informationen über den Gebrauch der Informationsplattform bereit.

AQUACROSS (Knowledge, Assessment, and Management for AQUAtic Biodiversity and Ecosystem Services aCROSS EU policies (AQUACROSS)) fördert Wissenschaft und Wissen durch Beiträge zur Integration von Informationen, Methoden und Instrumenten im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt über mehrere Forschungsfelder hinweg. Schwerpunkt sind aquatische Ökosysteme. Überdies unterstützt das Projekt die Verwirklichung der Ziele der EU und internationaler Ziele hinsichtlich der biologischen Vielfalt und verbindet Politik, die Welt der Unternehmen und die Gesellschaft durch verbessertes ökosystembasiertes Management.

Weitere Informationen:
AQUACROSS-Projektwebsite

Quelle: Gestützt auf Projektinformationen und Medienberichte

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