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Neues von LARA: Ein zweiter, besserer Prototyp erobert den Markt

Das Projekt LARA wurde 2015 ins Leben gerufen, um ein mobiles Gerät zu entwickeln, das Technologien wie GNSS, erweiterte Realität, GIS und Geodatenbanken kombiniert und somit Beschäftigten der Versorgungsbetriebe ein Werkzeug an die Hand gibt, um die unterirdische Infrastruktur von Versorgungsleitungen wie Wasser, Gas, Strom usw. sichtbar zu machen. Dank dieser „Röntgensicht“ sollten die Arbeiter ihre Aufgaben genauer ausführen können und Gesamtkosten, Wartungszeiten und Verkehrsbehinderungen sollten verringert werden.
Neues von LARA: Ein zweiter, besserer Prototyp erobert den Markt
Nach Tests des ersten Prototyps in der griechischen Stadt Kozani hatte Konstantinos Smagas, stellvertretender Projektleiter von LARA („LBS Augmented Reality Assistive System for Utilities Infrastructure Management through Galileo and EGNOS“) letztes Jahr in einem Interview mit dem Research*eu Magazin einen voraussichtlichen Markteintritt des Produkts für Ende 2017 vorhergesagt. Was ist seitdem passiert?

Smagas fasst die Geschehnisse zusammen: „Gegen Ende letzten Jahres hatten wir schon zwei Kunden aus Frankreich und Großbritannien, die unsere Technologie übernehmen wollten, aber obwohl das Produkt selbst marktreif war, haben wir gemerkt, dass wir noch keine ergänzenden Leistungen wie Produktunterstützung anbieten konnten und auch noch keine Vertriebskanäle eingerichtet hatten.“

Daraufhin wurde entschieden, den Start zu verschieben und die Zeit zu nutzen, um Verbesserungen am System vorzunehmen. Smagas führt aus: „Seit dem Projektende haben wir die Genauigkeit und Bedienerfreundlichkeit für den Endnutzer besonders bei der Software verbessert.“

Als Beispiel für Verbesserungen der Hardware kommt Smagas auf die Sensoren zu sprechen, die vor über zwei Jahren ausgewählt worden waren und jetzt auch eine Nachrüstung mit den aktuellsten Änderungen nötig hatten.

Mit diesen Verbesserungen will das Team jetzt einen zweiten Prototyp von besserer Qualität herstellen. „Obwohl alle unsere Tests und die Leistung der Prototypen ein voller Erfolg waren und wir mit gutem Kundefeedback schon marktreif waren, finden wir immer noch, dass es Verbesserungspotenzial gibt“, so Smagas weiter. „Wir wollen sichergehen, dass unser Produkt, sobald wir starten, auf dem Markt wirklich großartig aufgenommen wird.“

Die Detailverliebtheit des LARA-Teams hat sich tatsächlich schon ausgezahlt: sie haben im November 2017 den Hauptpreis der European Satellite Navigation Competition (ESNC) 2017 für die Region Madrid gewonnen.

Bei Redaktionsschluss steckte das Team gerade mitten in den Vorbereitungen für den Start einer vollständigen Demoversion des Systems auf dem Gelände eines Interessenten in Großbritannien.

Quelle: Aus dem Research*eu Magazin, Ausgabe 76

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