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Das CMPT legt einen neuen Leitfaden für die Offshore-Risikobewertung vor

Das Centre for Marine and Petroleum Technology (Zentrum für Meeres- und Erdöltechnologie - CMPT) hat vor kurzem einen wichtigen neuen Leitfaden für die Offshore-Risikobewertung vorgelegt. Das CMPT hofft, daß der 'Guide to quantitative risk assessment for offshore installations...
Das Centre for Marine and Petroleum Technology (Zentrum für Meeres- und Erdöltechnologie - CMPT) hat vor kurzem einen wichtigen neuen Leitfaden für die Offshore-Risikobewertung vorgelegt. Das CMPT hofft, daß der 'Guide to quantitative risk assessment for offshore installations' ('Leitfaden für die quantitative Risikobewertung von Offshore-Anlagen') einen besonderen Beitrag für die Rationalisierung von Risikobewertungen leistet.
In dem Leitfaden werden relativ einfache Techniken auf Grundlage manueller Berechnungen bis zu speziellen Softwareprodukten beschrieben, wobei die Unterlage sowohl als Referenz oder Schulungshandbuch als auch als Hilfe bei der Auftragsvergabe, Durchführung oder Bewertung von quantitativen Risikobewertungen (quantitative risk assessment - QRA) dienen kann.
Der Leitfaden enthält Daten über die Häufigkeit und die Folgen der meisten größeren Risiken auf Offshore-Anlagen, darunter z.B.:
- Freisetzung von Kohlenwasserstoff und Feuer durch Eruptionen, Lecks in Steigrohren und Pipelines sowie Arbeitsausrüstungen;
- Zusammenstöße mit allen Arten von Wasserfahrzeugen, von vorbeifahrenden Fischerbooten bis zu Schwimmplattformen und Tankern;
- Konstruktionsfehler von festen oder schwimmenden Plattformen sowie Tankern;
- Unfälle beim Bau, mit Kränen, beim Verladen und Lagern;
- prozeßunabhängige Brände, die z.B. durch die elektrische Ausrüstung oder Diesel ausgelöst werden;
- Unfälle beim Transport mit Hubschraubern und in Besatzungsbooten;
- Unfälle von Offshore-Arbeitern.
Die meisten Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und beziehen sich auf die Nordsee, wo QRA am häufigsten durchgeführt werden.
Die quantitative Risikobewertung beginnt mit der Beschreibung der neu einzuführenden Systeme und der mit ihrem Betrieb verbundenen Gefahren. Bei der Analyse werden die Möglichkeit, daß solche Unfälle tatsächlich eintreten, und die möglichen Folgen beurteilt. Die Angaben zu Häufigkeit und Folgen werden in einer technischen Risikoanalyse zusammengefaßt. Anschließend werden verschiedene Kriterien aufgenommen, so daß eine Risikobewertung erreicht wird, welche die Bewertung der Zulässigkeit verschiedener Risiken gestattet.

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