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EGNOS - Test- und Demonstrationskampagne

Die GD VII der Europäischen Kommission hat eine Ausschreibung zu einer Test- und Demonstrationskampagne für den europäischen geostationären Navigationsüberlagerungsdienst (European geostationary navigation overlay service - EGNOS) veröffentlicht.
Diese bezieht sich auf Arbeiten an einem globalen Navigationssatellitensystem (global navigation satellite system - GNSS), eine Initiative zur Schaffung eines nahtlosen globalen Navigations- und Ortungssystems unter Verwendung von satellitengestützten Signalen, das die Anforderungen ziviler Anwender in einer kosteneffektiven Weise erfüllt.
GNSS1 ist eine Kombination des amerikanischen GPS, des russischen GLONASS und drei kompatiblen satellitengestützten Verbesserungssystemen, die von den USA (WAAS), Japan (MSAS) und Europa (EGNOS) entwickelt wurden.
Die Rolle von EGNOS besteht in der Erhöhung der Leistungsfähigkeit dieser Systeme durch Verbesserung ihrer Genauigkeit, Integrität, Kontinuität und Verfügbarkeit. Als solches ist EGNOS ein Schlüsselelement des integrierten europäischen Netzes für Navigation und Ortung. Die Europäische Kommission ist über mehrere TEN-Telecom-Maßnahmen in das EGNOS-Programm einbezogen, genau wie die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA), die einen EGNOS-Prüfstand (ESTB) entwickelt.
Die erste Version des ESTB soll im Dezember 1999 zur Verfügung stehen. ESTB wurde zur Bereitstellung eines EGNOS-ähnlichen signal-in-space (Signal im Raum), einschließlich Einstellung, Integrität und Großraum-Differential, konzipiert.
Die Europäische Kommission baut auf die Aktivität der ESA auf, die eine außereuropäische transportfähige Erweiterung des ESTB entwickelt, die unter der Bezeichnung ISTB (international satellite test bed - internationaler Satellitenprüfstand) bekannt ist. Die Überwachungseinheit soll dann die erreichte Leistungsfähigkeit beurteilen. ISTB wird voraussichtlich wenige Monate nach dem ESTB im März 2000 zur Verfügung stehen.

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