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Europas erste und einzige Universität für Frauen

Frauen aus aller Welt schreiben sich zur Zeit für ihr erstes Semester an der Internationalen Frauenuniversität ein, der ersten und bisher einzigen geschlechtsspezifischen Universität in Europa.
Im Zusammenhang mit der Weltausstellung in Hannover haben 900 Studentinnen im Postg...
Frauen aus aller Welt schreiben sich zur Zeit für ihr erstes Semester an der Internationalen Frauenuniversität ein, der ersten und bisher einzigen geschlechtsspezifischen Universität in Europa.
Im Zusammenhang mit der Weltausstellung in Hannover haben 900 Studentinnen im Postgraduiertenstudium von 15. Juli bis 15. Oktober 2000 die Gelegenheit, weiterführende Gender-Forschung in einer Reihe von Projekten unter dem Gesamtthema "Technologie und Kultur" durchzuführen.
"Wir hatten den Eindruck, daß die Forscherinnen in ihren Fachbereichen, Fakultäten und Universitäten nicht die richtigen Bedingungen für Gender-Forschung vorfinden", so Christiane Bradatsch von der Internationalen Frauenuniversität "ifu".
"Die Internationale Frauenuniversität bietet die Gelegenheit, von weltweit bekannten Dozentinnen zu lernen, Netzwerke mit ihnen aufzubauen und gemeinsamen mit anderen zu forschen, die sich diesem Thema widmen. Dadurch können sie ihren Horizont erweitern."
1997 ließ eine Gruppe von deutschen Akademikerinnen die Gesellschaft "Internationale Frauenuniversität" eintragen, die 1999 ein privates Unternehmen wurde, das unter der Bezeichnung "International Women's University" bekannt ist.
Die Universität hat ihren Sitz in Hannover, und die Studentinnen haben daher Zugang zu den Einrichtungen der Universität Hannover. Bei Beendigung des Studiums werden Zeugnisse ausgestellt, die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) anerkannt sind.
Im ersten Semester werden die Themen Körper, Stadt, Information, Migration, Wasser und Arbeit behandelt, was den akademischen Fachrichtungen der Studentinnen entspricht. Es sind ausgezeichnete Englischkenntnisse erforderlich. Gute Kenntnisse einer weiteren Sprache sind wünschenswert, aber nicht Bedingung.
Die ifu konnte über 150 Dozentinnen mit unterschiedlichem geographischen und kulturellen Hintergrund als feste Lehrkräfte gewinnen, darunter Rosi Braidotti von der Universität Utrecht, die vor kurzem einen Vortrag bei der Konferenz "Frauen und Wissenschaft" der Europäischen Kommission hielt, die die ifu ebenfalls unterstützt. Hauptthema der Konferenz war, eine Vernetzung der Netze von, für und über Frauen in der Wissenschaft einzurichten. Langfristig hofft die Universität, ein permanentes Frauennetzwerk zu schaffen, das dem Austausch von Ideen und Wissen unter Akademikerinnen dient und sich vielleicht sogar zu einer virtuellen Universität entwickeln kann.

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