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Katalogisierung des "unsichtbaren Web"

Riesige Bereiche des World Wide Web bleiben den meisten Suchmaschinen verborgen, und dieses "unsichtbare Web" soll nach Ansicht von Fachleuten schneller wachsen als das Web insgesamt. Eine neue Suchmaschine verspricht jedoch, nun auch in die Winkel vorzudringen, die bisher noc...
Riesige Bereiche des World Wide Web bleiben den meisten Suchmaschinen verborgen, und dieses "unsichtbare Web" soll nach Ansicht von Fachleuten schneller wachsen als das Web insgesamt. Eine neue Suchmaschine verspricht jedoch, nun auch in die Winkel vorzudringen, die bisher noch nicht abgesucht wurden.
Das "unsichtbare Web" besteht aus Informationen in Datenbanken, die von den meisten Suchmaschinen nicht richtig erkannt und daher übergangen werden. Da Suchmaschinen zwar die Adresse dieser Datenbanken aufzeichnen, aber ihren Inhalt nicht erkennen können, bleibt ihr Inhalt weiterhin unbekannt.
Ein neuer Suchdienst bietet nun den Schlüssel zu Tausenden von abfragbaren interaktiven Datenbanken.
Lycos und Intelliseek, der Hersteller des Desktop-Suchprogramms BullsEye, haben einen Index der Suchdatenbanken mit Links zu über 7.000 speziellen Suchressourcen entwickelt. Entweder läßt man den Browser einen Satz Listeneinträge durchgehen oder man läßt Lycos die von den eigenen Suchmaschinen gefundenen Datenbanken vorschlagen.
Eine ähnliche Suchmaschine ist die ehemalige Isleuth.com, deren neue Website am 2. August vorgestellt wurde. Sie läßt die Anwender gleichzeitig mehrere Suchmaschinen, Web-Verzeichnisse und Nachrichten-Datenbanken absuchen. Für Präsident und Unternehmensleiter Pat DeMicco bietet sie die "intensivste Suche im Internet".
"Indem mehrere einzigartige, leistungsfähige 'große' Werkzeuge auf einer leicht zu bedienenden Website zusammengefaßt werden, gewährleistet TheBigHub.com, daß die Internet-Nutzer nur noch eine einzige Suchmaschine verwenden müssen", so DeMicco.
Danny Sullivan, Redakteur bei "Search Engine Watch", hält den Invisible-Web-Katalog von Lycos jedoch für besser.
"Das Tolle an Lycos ist, daß dort viele spezielle Suchmaschinen in die eigene Suche integriert wurden. Die eigentlichen Suchmaschinen werden gar nicht benutzt, sondern vielmehr deren Angaben katalogisiert, so daß der Anwender Zugriff auf ein Website-Verzeichnis erhält."
Herr Sullivan verwies außerdem auf die Notwendigkeit einer Norm für alle Suchmaschinen. Er selbst hat das "Search Engine Standards"-Projekt (Projekt für Suchmaschinenstandards) angeregt, das für die Einhaltung grundlegender Standardfunktionen durch die Suchmaschinen plädiert, damit die Betreiber von Websites ihre Homepage zukünftig bei allen Suchmaschinen entsprechend einem Standardverfahren anmelden können.
"Dieses Projekt fand großes Interesse. Zur Zeit sind wir jedoch eher damit beschäftigt, nach einer gemeinsamen Grundlage für die Entwickler von Suchmaschinen zu suchen, statt uns für die grundlegendsten Funktionen einzusetzen", so Sullivan.
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