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Europäische Satelliten unterstützen Katastrophenhilfe in der Türkei

Europäische Satelliten haben wichtige Bilder zur Unterstützung der Hilfsaktionen in den von Erdbeben heimgesuchten Regionen der Türkei geliefert.
Die ERS-Satelliten der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) und SPOT-Satelliten der französischen nationalen Raumfahrtbehörde CNES ...
Europäische Satelliten haben wichtige Bilder zur Unterstützung der Hilfsaktionen in den von Erdbeben heimgesuchten Regionen der Türkei geliefert.
Die ERS-Satelliten der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) und SPOT-Satelliten der französischen nationalen Raumfahrtbehörde CNES haben detaillierte Bilder des Katastrophengebiets im Nordwesten der Türkei aufgenommen, die es den Hilfsorganisationen ermöglichen, das Ausmaß der Schäden zu beurteilen.
Die Satelliten lieferten auch Bilder aus dem Zeitraum vor dem Erdbeben, so daß die Organisationen die Situation davor und danach betrachten können. Nicht alle Landkarten der Gebiete um Izmit und Istanbul sind aktuell und die Satellitendaten liefern ein neueres und daher genaueres Bild von der Situation am Boden. Die Bilder sind jedoch nicht genau genug, um einzelne Gebäude oder Überlebende auszumachen.
Die Daten werden im Forschungsinstitut der ESA (ESRIN) in Frascati, Italien, sowie in dem französischen Unternehmen SPOT Image analysiert. Im Juli haben sich die ESA und die CNES dazu entschieden, ihre satellitengestützten Ressourcen zusammenzutun, um einschlägige Informationen über Katastrophengebiete bereitstellen zu können. Dies ist nun ihre erste Zusammenarbeit.
Bruno Bertolini, Gebietsleiter für Mittel- und Osteuropa bei SPOT Image, sagte, daß sowohl Regierungsbehörden als auch zivile Organisationen Daten von den Betreibern des Satellitensystems angefordert hätten. "Um die Schäden in Katastrophengebieten wie in der Türkei zu beheben, benötigt man Hintergrundinformationen über die Region, die Erfahrung von Fachleuten und aktuelle Satellitendaten, um feststellen zu können, was getan werden muß, um das Gebiet sicher zu machen", sagte er.
"Die Satellitendaten sind nicht unbedingt besser als die Informationen aus Landkarten, da sie nicht so genau sind, aber sie sind eine unschätzbare Ressource, wenn es keine lokalen Landkarten gibt oder wenn diese alt sind, was auf zwei Drittel der Erde zutrifft. Wir stellen schon seit langem Satellitendaten bei Naturkatastrophen zur Verfügung und unser Ziel ist es, zu helfen, wo wir können."
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