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Unterstützung für optimales Design

Mit Hilfe eines neuen, virtuellen Prototyping-Tools können Produktdesigner mehrere Designparameter gleichzeitig bewerten, was zu kürzeren Entwicklungszyklen und einer besseren Qualität der Endprodukte führt.



Hintergrund


Simulation spielt im modernen, rechnerunterstü...
Mit Hilfe eines neuen, virtuellen Prototyping-Tools können Produktdesigner mehrere Designparameter gleichzeitig bewerten, was zu kürzeren Entwicklungszyklen und einer besseren Qualität der Endprodukte führt.



Hintergrund


Simulation spielt im modernen, rechnerunterstützten Engineering (CAE) eine wichtige Rolle, da es Ingenieuren ermöglicht, neue Produktentwürfe zu beurteilen, ohne erst einen ,,echten" Prototyp bauen zu müssen. Bisher jedoch konnte anhand von Simulation lediglich dargestellt werden, welche Leistung ein bestimmtes Design bringen wird. Ihre Optimierung - herausfinden, welches Design die jeweiligen Anforderungen am besten erfüllt - war komplex, zeitaufwendig und oftmals mit Enttäuschungen verbunden. Das Problem besteht darin, daß normalerweise mehrere verschiedene Fachbereiche beteiligt sind. So kann beispielsweise die Optimierung der Schwingungsakustik eines Produkts in eine andere Richtung führen als die Optimierung seines Wärmeverhaltens.




Organisation der Partnerschaft


Ein Innovationsprojekt namens Spinosa (,,Software package implementing novel optimisation strategies applied to high tech products") hat mechanisches CAE mit einer neuartigen Softwaretechnologie verbunden, die mehrere bestehende Simulations-Tools fahren kann, um ein optimales Design zu finden. Das System, das von dem belgischen Mikroelektronik-Forschungszentrum IMEC als Hilfsmittel für die rasche Entwicklung neuer, integrierter Schaltkreise entwickelt wurde, ist dank fortgeschrittener Oberflächenmodellierungsmethoden in der Lage, eine breite Palette möglicher Designs zu erzeugen und deren jeweilige Leistung zu testen.



IMEC vervollkommnete seine Optimierungsmethoden, während LMS (Belgien) die Protokolle zur Verbindung des Pakets mit mechanischen CAE-Tools und eine leistungsstarke grafische Benutzerschnittstelle entwickelte. Die aus dieser Zusammenarbeit hervorgegangene Software, Optimus, wurde von Herstellern in vier verschiedenen Sektoren getestet, darunter Electrolux Zanussi in Italien und Thomson Television in Frankreich.





Beschreibung, Wirkung und Ergebnisse


Optimus ersetzt die bestehenden CAE-Simulationstools der Hersteller nicht, sondern macht automatisch Verbindungen zwischen ihnen verfügbar und steigert so ihren Nutzen. Die Software erzeugt Eingabedateien für jedes Simulationsprogramm, nimmt die benötigten Daten aus ihren Ausgabedateien heraus und erstellt leicht verständliche Grafiken, die die relative Wirkung jedes Designparameters auf jeden Leistungsaspekt aufzeigen. LMS vermarktet das Produkt über sein eigenes, weltweites Vertriebsnetz, und zwar im Rahmen einer formellen Übereinkunft, die vorsieht, IMEC für die zugrunde liegenden Rechte am geistigen Eigentum Lizenzgebühren zu zahlen. Fünfzig Kopien wurden bereits abgesetzt, die Hälfte davon bei der Automobilindustrie. Das Projekt hat derart nützliche Verbesserungen eingeführt, daß sich Optimus auch in der Mikroelektronikindustrie selbst gut verkauft. Die beiden Partner arbeiten daran, die Palette der für ihren virtuellen Prototyping-Ansatz geeigneten Industrieverfahren zu erweitern, und haben vor kurzem eine neue Version der Software auf den Markt gebracht.

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