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Begrenzung der Beschädigungen an der Basilika von Assisi durch EU-Forschungsmaßnahmen

1997 wurde die Basilika des hl. Franz von Assisi durch eine Reihe von Erdbeben massiv beschädigt. Mittels eines unter dem Vierten Rahmenprogamm der Europäischen Union geförderten Projektes wurde nun jedoch ein Weg gefunden, die Beschädigungen durch zukünftige Erdbeben zu begre...
1997 wurde die Basilika des hl. Franz von Assisi durch eine Reihe von Erdbeben massiv beschädigt. Mittels eines unter dem Vierten Rahmenprogamm der Europäischen Union geförderten Projektes wurde nun jedoch ein Weg gefunden, die Beschädigungen durch zukünftige Erdbeben zu begrenzen.
Ein innovatives Verfahren in Form eines speziell angefertigten Form-Memory-Legierungs-Mechanismus (SMA - Shape Memory Alloy) wird zur Verbindung des Giebelfeldes mit dem Dach verwendet. Dies ist das erste Mal, daß der SMA-Mechanismus in der Bautechnik zur Erhaltung des kulturellen Erbes zum Einsatz kommt. Die Forschung hat gezeigt, daß Gebäude, die durch den SMA-Mechanismus geschützt sind, eine mindestens 50-prozentig höhere Widerstandskraft gegenüber Erdbeben haben, als Gebäude, die auf herkömmliche Weise mit Stahlstangen geschützt sind.
Das Istech-Projekt, das durch den Bereich "kulturelles Erbe" des RP4-Forschungsprogramms im Bereich Umwelt und Klima gefördert wird, wurde ins Leben gerufen, um innovative Verfahren zur Verbesserung der Stabilität historischer Bauten in Europa zu entwickeln. Insbesondere sollen durch das Projekt Bauten geschützt werden, die leicht durch Erdbeben beschädigt werden könnten.
Im Rahmen des Projektes wurden die außergewöhnlichen Eigenschaften von SMA untersucht. Man hat u.a. herausgefunden, daß die Eigenschaft der Super-Elastizität - was eine Wiederherstellung der ursprünglichen Form nach großen Deformationen ermöglicht - SMA zu einem idealen Mechanismus zum Schutz von Gebäuden macht, die anfällig für Beschädigungen durch Erdbeben sind.
Die Beteiligung der EU an der Sanierung der Basilika von Assisi erfolgt jedoch nicht nur in Form dieses Projektes. Anfang September wurde bereits im Rahmen einer Konferenz, die gemeinsam von der Kommission und der italienischen Regierung veranstaltet wurde, darüber diskutiert, wie dieses wertvolle kulturelle Erbe vor zukünftigen Erdbeben, dem Tourismus und umweltbedingten Beschädigungen geschützt werden kann.

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