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Europäische Union und USA schließen Abkommen über Messungen

Am 5. Oktober 1999 unterzeichneten Jorma Routti von der Generaldirektion Forschung und der Direktor des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) Ray Kammer in Brüssel ein Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von produkt- und verfahrensbezog...
Am 5. Oktober 1999 unterzeichneten Jorma Routti von der Generaldirektion Forschung und der Direktor des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) Ray Kammer in Brüssel ein Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von produkt- und verfahrensbezogenen Messungen.
Dieses neue Abkommen bedeutet einen wesentlichen Schritt zur Abschaffung überflüssiger Produkttests und anderer technischer Hindernisse, die den Fluß von Waren zwischen den beiden größten Handelspartnern der Welt behindern können. Mit Hilfe des "Implementierungsabkommens für die Zusammenarbeit in den Bereichen Metrologie und Meßnormen" soll ein transatlantisches System zur Bewertung der Meßäquivalenz eingerichtet werden, mit dem die Regulierungsbehörden in den Vereinigten Staaten und in Europa feststellen können, ob die importierten Produkte den Anforderungen des Importlandes entsprechen, ohne daß dazu zusätzliche Tests durchgeführt werden müssen.
Dem Abkommen ging eine 18-monatige Studie voraus, an der das NIST, nationale Institute für Metrologie (NMI - National Metrology Institutes) aus Europa und über 70 Regulierungsbehörden aus 18 Nationen beteiligt waren. Forscher verglichen die Fähigkeiten von NIST und den anderen NMI bei der Durchführung von Messungen, die für die Gewährleistung der Genehmigung von Produkten in fünf der sechs im Abkommen enthaltenen Kategorien durch die Regulierungsbehörden entscheidend sind.
Dieses Abkommen ist ein Schritt zur Umsetzung des Abkommens für wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit (MRA) zwischen der EU und den USA, das im Oktober 1998 in Kraft trat.
Meßnormen sind für die Gesundheit und die Sicherheit der Bevölkerung und für gewerbliche Zwecke von wesentlicher Bedeutung. In der heutigen Zeit besteht ein ständig steigender Bedarf an neuen Meßdaten, größerer Genauigkeit, erhöhter Zuverlässigkeit, schnelleren Ergebnissen und niedrigeren Kosten. Neben den wissenschaftlichen und technischen Anforderungen muß das gegenseitige Vertrauen in die Meßfähigkeiten aufgebaut werden. Den Erwartungen zufolge wird das Kooperationsabkommen den Grundstein für eine langjährige Tätigkeit zur Erreichung dieser Ziele bilden.

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