Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Europäische Wissenschaftsstiftung erweitert die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit

Nach kürzlich stattgefundenen Gesprächen mit dem Wissenschaftlerrat der INTAS und der US-amerikanischen Bundesstiftung zur Förderung der Wissenschaften (National Science Foundation - NSF) hat die Europäische Wissenschaftsstiftung (ESF) beschlossen, den Umfang ihrer Tätigkeiten...
Nach kürzlich stattgefundenen Gesprächen mit dem Wissenschaftlerrat der INTAS und der US-amerikanischen Bundesstiftung zur Förderung der Wissenschaften (National Science Foundation - NSF) hat die Europäische Wissenschaftsstiftung (ESF) beschlossen, den Umfang ihrer Tätigkeiten zu erweitern, um die internationale Zusammenarbeit in der Forschung zu fördern.
INTAS (die Internationale Assoziation zur Förderung der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus den Neuen Unabhängigen Staaten (NUS) der ehemaligen Sowjetunion) und die ESF haben ihre Zusammenarbeit vereinbart, um die Teilnahme von Wissenschaftlern aus den Neuen Unabhängigen Staaten an wissenschaftlichen Tätigkeiten der ESF zu fördern. Dazu gehören Forschungskonferenzen, Seminare und wissenschaftliche Zusammenkünfte, die sich mit den Netzen und Programmen der ESF befassen.
Die Zusammenarbeit zwischen der INTAS und der ESF soll Anfang 2000 beginnen. INTAS ist für die Auswahl der Teilnehmer und die "Veranstaltung" zuständig. Die Zuschüsse werden jedoch begrenzt sein.
Das Hauptziel der ESF ist zwar die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in Europa, doch sie hält die Teilnahme von Wissenschaftlern aus aller Welt für positiv für alle Seiten. Die transatlantische Zusammenarbeit zwischen der ESF und der US-amerikanischen Bundesstiftung zur Förderung der Wissenschaften verläuft in eher formeller Weise durch spezielle gemeinsame Seminare, doch gibt es auch andere, weniger formelle Formen der Zusammenarbeit. Amerikanische Wissenschaftler nehmen z.B. häufig an Maßnahmen der ESF wie beispielsweise an deren Netzen und "à la carte-Programmen" teil. Bei solchen Maßnahmen erhalten die amerikanischen Partner jedoch meistens keine Unterstützung durch die ESF.
Nun haben sich die ESF und die NSF auf zwei Möglichkeiten für die Einbeziehung der US-amerikanischen Wissenschaftler geeinigt: Die erste Möglichkeit besteht dann, wenn die Vorschläge in der Planung sind, und der amerikanische Partner der NSF einen parallelen Vorschlag unterbreiten oder bereits die Fördermittel beschafft haben müßte. Die andere Möglichkeit ist, daß ein amerikanischer Forscher hinzukommt, nachdem ein Vorschlag von der ESF gebilligt wurde. In diesem Fall könnte es für die Einreichung eines parallelen Vorschlags bei der NSF zu spät sein, so daß nur mit Fördermitteln ausgestattete Forscher die Chance auf eine Teilnahme haben. Von der NSF bezuschußte Forscher haben jedoch einen gewissen Spielraum, um ihre Mittel umzuleiten; außerdem können sie ihren Programmdirektor um weitere Mittel für eine solche internationale Zusammenarbeit bitten.
Die ESF verweist daher erneut darauf, daß Antragsteller, die amerikanische Partner einbeziehen möchten, ihre Pläne mit dem zuständigen Vertreter der ESF besprechen sollten, und daß ihr Partner sich an seinen Ansprechpartner bei der NSF wenden sollte.
Langfristig geht die ESF davon aus, daß es auch Fälle geben könnte, in denen europäische und amerikanischen Netze sich zusammenschließen sollten. Diese Abwandlung von dem oben beschriebenen System bedürfe jedoch wahrscheinlich ausführlicherer Diskussionen zwischen den beiden Organisationen, so die ESF.

Verwandte Informationen

Programme

Länder

  • Vereinigte Staaten
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben