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Treffen der Minister für Wissenschaft und Technologie beim EU-Asien-Gipfel in Peking

Die Zusammenarbeit zwischen Asien und Europa im Bereich Wissenschaft und Technologie ist von größter Wichtigkeit, und die Kommunikation über die entsprechenden Themen muß über die Diskussion zwischen den Institutionen hinausgehen, erklärten die Minister für Wissenschaft und Te...
Die Zusammenarbeit zwischen Asien und Europa im Bereich Wissenschaft und Technologie ist von größter Wichtigkeit, und die Kommunikation über die entsprechenden Themen muß über die Diskussion zwischen den Institutionen hinausgehen, erklärten die Minister für Wissenschaft und Technologie Europas und Asiens auf dem EU-Asien-Gipfel (ASEM) in Peking (China) am 14. und 15. Oktober.
Die Minister aus zehn asiatischen und fünfzehn europäischen Nationen trafen Vertreter der Europäischen Kommission zur Fortsetzung der Gespräche auf der Grundlage der Empfehlungen des zweiten EU-Asien-Gipfels (ASEM 2) im vergangenen Jahr. Dieses Jahr wurden folgende Prinzipien für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kontinenten formuliert:
- die Zusammenarbeit sollte in gleichberechtigter Weise und auf freiwilliger Basis erfolgen, mit gleichen Chancen für alle ASEM-Mitglieder zur Teilnahme an regionalen wissenschaftlichen und technologischen Programmen;
- die Zusammenarbeit sollte auf die gemeinsame Entwicklung unter gebührender Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen der teilnehmenden Länder abzielen;
- der politische Dialog über die Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Technologie zwischen den einschlägigen Entscheidungsträgern und den führenden Beamten der beiden Kontinente sollte aktuell sein.
Die Minister verwiesen außerdem auf die Bedeutung der Fortsetzung einer Forschung zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung. Darüber hinaus sei es notwendig, die Verfügbarkeit von und den Zugang zu Informationen aus dem Bereich Wissenschaft und Technologie zu verbessern. Zudem seien große Investitionen in das kulturelle, institutionelle und Humankapital notwendig, so die Minister.
Außerdem wurde der komplementäre sowie der kollaborative öffentliche und private Unternehmenssektor unterstützt, wobei die Rolle der kleinen und mittleren Unternehmen und der wirksame Schutz des geistigen Eigentumsrechts besonders berücksichtigt wurden.
Die Minister legten folgende Zielbereiche als geeignet für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit fest:
- allgemeine Bereiche wie die Grundlagenforschung, große Forschungseinrichtungen, Wissenstransfer von Forschungseinrichtungen oder Universitäten an die Industrie sowie Ausbau des Potentials an Humanressourcen in der Wissenschaft und Technologie;
- Forschung und Technologie in der Landwirtschaft, einschließlich der Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Agro-Technologie und Agro-Industrie;
- Umweltschutz, einschließlich der nachhaltigen Stadtentwicklung, der nachhaltigen und sauberen Fertigungstechnologien, der nachhaltigen Entwicklung von Ökosystemen sowie des kulturellen Erbes;
- Verbesserung der Fertigkeiten von Unternehmen im Bereich Technik und Forschung.
Abschließend war man sich darüber einig, daß die entsprechenden hohen Beamten des Bereichs Wissenschaft und Technologie aus den ASEM-Ländern die Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in diesem Bereich strategisch bestimmen und ihre Erkenntnisse den Teilnehmern an ASEM 3 im nächsten Jahr in Seoul (Südkorea) darlegen sollten.

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