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Aktualisierung der Wanderausstellung "Fusion Expo"

Eine Wanderausstellung, die seit 1993 in Europa unterwegs ist und die Grundlagen der Kernfusion beschreibt, wurde kürzlich von ihren Entwicklern, der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) und der Euratom Suisse Association, überarbeitet.
Die Fusion Expo: "Learning how to har...
Eine Wanderausstellung, die seit 1993 in Europa unterwegs ist und die Grundlagen der Kernfusion beschreibt, wurde kürzlich von ihren Entwicklern, der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) und der Euratom Suisse Association, überarbeitet.
Die Fusion Expo: "Learning how to harness energy from the stars" (Wie die Energie der Sterne genutzt werden kann) wird vom 15. Januar bis 28. Februar 2000 in Lissabon (Portugal) ausgestellt.
Die Ausstellung umfaßt ca. 75 Stellwände und Multimedia-Präsentationen wie z.B. Videos und Modelle von Experimenten. Anhand dieser Hilfsmittel wird gezeigt, wie in den zu Euratom gehörenden Laboratorien und anderen führenden Laboratorien weltweit Forschung auf dem Gebiet der Kernfusion betrieben wird. Sie beschreibt die Rolle der internationalen Zusammenarbeit in der FuE im Bereich Kernfusion, insbesondere am Beispiel des ITER (des internationalen thermonuklearen Versuchsreaktors). Hierbei handelt es sich um einen experimentellen Kernfusionsreaktor, der zur Zeit zusammen mit den USA, Japan und Rußland entwickelt wird.
Die Premiere der Fusion Expo fand am CERN in Genf und am KfK in Karlsruhe statt, und die "Europatournee" begann mit einer Präsentation in Brüssel aus Anlaß der Europäischen Woche der Wissenschaftskultur im November 1993. Die Ausstellung wurde anschließend im Deutschen Museum (München), im Palais de la Découverte (Paris), im Museo Nacional de Ciencias Naturales (Madrid), in der Fondazione IDIS (Neapel), im Techniek Museum (Delft), im Elmuseet (Dänemark), im Tekniska Museum in Stockholm sowie in Padua, Bologna, Lissabon, Marseille, Triest, Wien, Esslingen und Straßburg gezeigt.
Zwar ist ihre Langlebigkeit Ausdruck ihres Erfolges, doch die Organisatoren der Ausstellung sind sich durchaus bewußt, daß in der Forschung sechs Jahre eine lange Zeit sein können. Die Fusion Expo wurde daher kürzlich, im August 1999, aktualisiert, wobei sowohl die Grafiken als auch der Text überarbeitet wurden.
Die Ausstellung legt in vier Abschnitten dar, wie die Welt durch die Kernfusion praktisch unbegrenzt mit Energie versorgt werden könnte, ohne daß dabei Umweltprobleme wie der Treibhauseffekt entstünden. Die Abschnitte betreffen folgende Themen:
- Das Problem der langfristigen Energieversorgung;
- Beschreibung der magnetischen Fusion;
- Andere Fusionstechniken;
- Beschreibung des Reaktors und der Umweltaspekte.
Die neu belebte Ausstellung, die vor kurzem in Helsinki (Finnland) zum erstenmal gezeigt wurde, enthält nun ein iteratives ITER-Modell, eine interaktive CD-ROM (in allen Amtssprachen der Europäischen Union erhältlich) und ein 3-D-Video, das die Besucher zu einem "Flug durch die ITER-Anlage" mitnimmt.
Um das zugegebenermaßen komplexe Thema der Kernphysik besser erklären zu können, setzt die Ausstellung eine möglichst einfache Sprache sowie Grafiken und Cartoons ein. Damit werde die Fusion Expo sowohl für Kinder als auch für das breite Publikum interessant, wie ein Vertreter der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission erklärte. Für Interessenten stehen auch ausführlichere Texte zur Verfügung.
Eine nicht ganz so ausführliche Ausstellung über die Kernfusionsforschung in der EU, die "Fusion Expo II", ist seit Anfang 1998 ebenfalls in ganz Europa unterwegs und kann kostenlos ausgeliehen werden. Sie bietet ebenfalls einen Überblick über die Forschung in den Laboratorien der Europäischen Union, allerdings in kleinerem Maßstab als die Hauptausstellung Fusion-Expo. Behörden, Unternehmen oder Einrichtungen zur höheren Bildung, die diese Ausstellung in ihren Räumen (für bis zu zwei Wochen) zeigen möchten, können sich an untenstehende Adresse wenden.
Außerdem ist die interaktive Multimedia-CD-ROM nun bei der Generaldirektion Forschung erhältlich. Sie beschreibt, ausgehend vom Energieproblem, verschiedene Kernfusionstheorien und schließlich das ITER-Projekt.

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