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Bericht der Kommission über den Zustand der europäischen Wälder

Laut dem Jahresbericht der Europäischen Kommission über den Zustand der europäischen Wälder wurden im vergangenen Jahr nur 45,2% der Bäume in der Europäischen Union als gesund eingestuft. Die restlichen Bäume zeigten Anzeichen von Nadel-/Blattverlust oder andere ernsthafte Sch...
Laut dem Jahresbericht der Europäischen Kommission über den Zustand der europäischen Wälder wurden im vergangenen Jahr nur 45,2% der Bäume in der Europäischen Union als gesund eingestuft. Die restlichen Bäume zeigten Anzeichen von Nadel-/Blattverlust oder andere ernsthafte Schäden. Das Waldsterben forderte 0,7% des Bestandes.
In Europa insgesamt scheint die Situation noch gravierender zu sein, wobei die schwersten Waldschäden in Osteuropa außerhalb der derzeitigen Grenzen der Europäischen Union auftreten.
Die Forstwirtschaftsexperten der EU überwachen den Zustand der Wälder an 5700 Beobachtungsstellen in ganz Europa. An 860 dieser Stellen erfolgt eine intensivere Überwachung mit eingehenden chemischen und biologischen Analysen der Bäume.
Ihre Untersuchung hat laut diesem jüngsten Bericht zu der Schlußfolgerung geführt, daß sich Europas Wälder in einem besorgniserregenden Zustand befinden, der sich seit 1992 zunehmend verschlechtert hat.
Laut Bericht sind vor allem Bäume mit breiten Blättern, wie beispielsweise Buchen und verschiedene Eichenarten, sowie Strandkiefern stärker als andere Arten betroffen. Dagegen hat sich der Zustand der schottischen Kiefer in den vergangenen Jahren anscheinend verbessert.
Die Wissenschaftler führen als mögliche Ursache für das Waldsterben Trockenheit und Luftverschmutzung an, wobei Schwefel den größten Schaden anrichte. Auch Ozon habe - insbesondere in der Mittelmeerregion - eine weitere auffällig schädliche Auswirkung auf Bäume, hieß es in dem Bericht.

Fachgebiete

Umweltschutz
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