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Ergebnisse der ersten IST-Ausschreibung

Insgesamt 2519 Vorschläge gingen bei der Europäischen Kommission als Antwort auf den ersten Aufruf zur Vorschlagseinreichung des Programms für die benutzerfreundliche Informationsgesellschaft im Rahmen des Fünften Rahmenprogramms ein. Davon wurden 555 Vorschläge für Verhandlun...
Insgesamt 2519 Vorschläge gingen bei der Europäischen Kommission als Antwort auf den ersten Aufruf zur Vorschlagseinreichung des Programms für die benutzerfreundliche Informationsgesellschaft im Rahmen des Fünften Rahmenprogramms ein. Davon wurden 555 Vorschläge für Verhandlungen über Aufträge mit einem Gesamtbudget von 930 Millionen Euro berücksichtigt, und weitere 64 Vorschläge stehen auf der Ersatzliste.
Dies stellt eine Erfolgsrate von mehr als einem von fünf Vorschlägen dar, und die erfolgreichen Projekte erhalten etwa ein Sechstel der dafür beantragten Gesamtfinanzierung.
Die eingegangenen Vorschläge umfaßten 2347 Forschungsvorschläge zum Termin am 16. Juni 1999, und 172 gingen (bis zum 1. Juli) im Rahmen der fortlaufenden Einreichung für das offene Programm für zukünftige und neue Technologien, KMU-Ausschreibungen, Marie-Curie-Gaststipendien der Industrie und flankierende Maßnahmen ein.
Ein Vertreter der Generaldirektion Informationsgesellschaft der Kommission sagte, daß die Reaktion gut und alle Bereiche umfassend abgedeckt gewesen seien, wobei die Vorschläge im Durchschnitt eine hohe Qualität aufgewiesen hätten.
Die eingegangenen Projekte verteilten sich ziemlich gleichmäßig über die vier Schlüsselaktionen des IST-Programms. Doch war die Qualität der Vorschläge im Rahmen der Schlüsselaktion "Haupttechnologien und -infrastrukturen" höher, was sich in der Tatsache widerspiegelte, daß fast doppelt soviele Vorschläge zur Verhandlung ausgewählt wurden wie für andere Schlüsselaktionen.
Am schwächsten waren die Vorschläge in den anwendungsorientierten Bereichen, in denen die Kriterien für Innovation und Nutzung der Ergebnisse anscheinend mißverstanden wurden. Vertreter der Kommission sagten, daß viele Vorschläge, die auf die Entwicklung von Dienstleistungen und Anwendungen abzielten, bei diesen Kriterien nur ein schwaches Ergebnis erzielten. Die Kommission beabsichtigt, diese Konzepte in dem zweiten Aufruf zur Vorschlagseinreichung genauer zu definieren und Informationen zu deren Auslegung bereitzustellen, um künftige Aufrufe effektiver zu gestalten.
Wie bei allen anderen EU-Forschungsprogrammen bildet die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einen grundlegenden Bestandteil. Diese erste Runde von Aufrufen ergab insgesamt 18.000 Teilnehmer, die gleichmäßig in der EU und den assoziierten Staaten verteilt waren. Die Reaktion aus den mittel- und osteuropäischen Ländern, die kürzlich das Fünfte Rahmenprogramm unterzeichnet haben, war stürmisch. Vertreter der Kommission sagten jedoch, verschiedene Maßnahmen müßten verstärkt werden, um die Anzahl und Qualität der Teilnehmer zu erhöhen. Dazu gehöre die Ausweitung der Forschungsnetze auf diese Länder, die Einrichtung von Kanälen zur Informationsverbreitung und die Anregung anderer europäischer Forscher, sich mit Partnern aus dem Osten zusammenzuschließen.
Der zweite Aufruf zur Vorschlagseinreichung wurde am 1. Oktober 1999 veröffentlicht. Als Termin für FTE-Vorschläge gilt der 16. Januar 2000.

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