Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Was unternimmt die Externe Beratergruppe für innovative Produkte, Prozesse und Organisationen?

Die Externe Beratergruppe für die erste Leitaktion des Wachstums-Programms "Innovative Produkte, Prozesse und Organisationen" hat kürzlich eine Stellungnahme zu den Ergebnissen des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung unter dem Fünften Rahmenprogramm veröffentlicht.
Von de...
Die Externe Beratergruppe für die erste Leitaktion des Wachstums-Programms "Innovative Produkte, Prozesse und Organisationen" hat kürzlich eine Stellungnahme zu den Ergebnissen des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung unter dem Fünften Rahmenprogramm veröffentlicht.
Von den 354 eingegangenen Vorschlägen wurden 76 - hauptsächlich FTE-Maßnahmen mit Kostenbeteiligung - für die Verhandlung eines Gesamtbudgets von 145 Millionen Euro berücksichtigt. Insgesamt nahmen 600 Organisationen teil, von denen 30 aus mittel- und osteuropäischen Ländern stammen.
Wie die Gruppe feststellte, war ungefähr einer von fünf Vorschlägen für die erste Leitaktion erfolgreich; dies liegt im Bereich des Durchschnitts der RP5-Erstaufrufe, aber unter der Rate des restlichen Wachstums-Programms. Die Beteiligung der Industrie war hier mit rund 60 Prozent der ausgewählten Teilnehmer, davon die Hälfte kleine und mittlere Unternehmen (KMU), besonders hoch. Zum erstenmal beteiligten sich mehr KMU als Großunternehmen. Projektpakete fanden jedoch nur in eingeschränktem Maße Berücksichtigung.
Die Gruppe stellte zu ihrer Zufriedenheit fest, daß die Kommission ihrer Empfehlung gefolgt war und Kampagnen zur Förderung des Bekanntheitsgrades durchführte, um die Einreichung von Vorschlägen zu fördern, die den Zielen der ersten Leitaktion voll entsprechen. Von November bis Januar werden in ganz Europa mehrere Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den nationalen Kontaktstellen der Mitgliedstaaten durchgeführt, um potentiellen Bewerbern bereits im Vorfeld des für den 15. Dezember 1999 erwarteten zweiten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung Informationen bereitzustellen. Der Veranstaltungskalender liegt auf der CORDIS-Website unter der Adresse http://cordis.europa.eu/growth/src/ev-k1-1.htm vor.
Diese Veranstaltungen sollen die Ziele der ersten Leitaktion bekannter machen; dazu gehören nach Angaben der Gruppe: die Förderung der Modernisierung der Industrie, die Verbesserung der Gesamtqualität innerhalb der Wertkette durch mehr Effizienz und geringere Produktkosten sowie die Senkung des Ressourcenverbrauchs durch die Verringerung der Auswirkungen von Dienstleistungen für Produkte und von deren Nutzung während ihres Lebenszyklus.
Außerdem untersuchte die Gruppe die Ergebnisse des Aufrufs für generische Maßnahmen in der "Werkstoff- und Stahlforschung". Folgende spezifische Ziele wurden für diese Maßnahme festgelegt: Förderung der Anwendung fortgeschrittener Werkstoffe hinsichtlich einer besseren Lebensqualität, Entwicklung der Produktion nachhaltiger Werkstoffe und Umwandlungstechniken, Verbesserung der Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie Förderung der effizienten Nutzung und Wiederverwendung von Werkstoffen. Angesichts der Tatsache, daß der EGKS-Vertrag 2002 ausläuft, und angesichts der Schlußfolgerungen des Amsterdamer Gipfels von 1997 verwies die Gruppe auf die dringend notwendige Beschleunigung der schrittweisen Aufnahme der Kohle- und Stahlforschung in die gemeinschaftlichen Rahmenprogramme.
Von 197 eingegangenen Vorschlägen im Bereich der Kohle- und Stahlforschung werden 62 für die Verhandlungen über einen erwarteten Haushalt von 105 Millionen Euro berücksichtigt.
Die Gruppe stellte fest, daß die Kommission offensichtlich "praktische Problemlösungen" verlangt, und daß alle hochwertigen Vorschläge, die einen solchen Ansatz aufweisen, berücksichtigt wurden. Die Vorschläge nutzten die Werkstofforschung zur Lösung von gesellschaftlichen und industriellen Problemen, wobei die Beteiligung der Industrie, einem potentiellen Nutzer der Werkstoffe, deutlich wurde. Die Gruppe hält die Erfolgsquote von eins zu drei für "befriedigend", wobei die Mitglieder aber wie bei der ersten Leitaktion bemerkten, daß Programmpakete nur begrenzten Erfolg hatten.
Seit ihrer Gründung im Oktober 1998 ist die Gruppe sechsmal zusammengekommen. Auf dem kommenden Treffen am 10. Dezember, das auch Fachleuten außerhalb der Gruppe offensteht, soll in einem "Think-Tank" über längerfristige Forschungsvorhaben diskutiert werden.
Die Kommission war mit den bisherigen Beiträgen der Gruppe zufrieden. "Die Zusammenarbeit verläuft problemlos, und die Teilnehmerzahlen waren ermutigend", bemerkte ein Beamter.
Dies gilt für beide Seiten. "Wir kommen sehr gut miteinander aus", so Hans Pedersen, der Vorsitzende der Gruppe und Vizepräsident des Bereichs Unternehmensplanung beim dänischen Unternehmen Danfoss. "Es bestärkt uns, daß viele unserer Vorschläge Berücksichtigung finden. Wir müssen zusammenarbeiten, um die europäische Forschung zum Nutzen aller Europäer zu verbessern."

Verwandte Informationen

Programme

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben