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EU und USA arbeiten gemeinsam an einer umfangreichen Arktis-Feldstudie

Wissenschaftler aus der Europäischen Union und den USA setzen ihr gemeinsames Fachwissen zur Erforschung des Ozonverlustes über der europäischen Arktis ein, nachdem die Europäische Kommission die Verlängerung der Theseo-Kampagne (Third European Stratospheric Experiment in Ozon...
Wissenschaftler aus der Europäischen Union und den USA setzen ihr gemeinsames Fachwissen zur Erforschung des Ozonverlustes über der europäischen Arktis ein, nachdem die Europäische Kommission die Verlängerung der Theseo-Kampagne (Third European Stratospheric Experiment in Ozone - Drittes europäisches stratosphärisches Ozonexperiment) für den Winter 1999/2000 bekanntgegeben hat.
Theseo 2000, das gemeinsam von der EU und nationalen Agenturen finanziert wird, ist ein wichtiger Bestandteil der bisher größten Feldstudie zur Untersuchung des Ozonverlustes über der Arktis. Wissenschaftler der EU werden mit ihren Kollegen der von der NASA geförderten Solve-Kampagne (SAGE III ozone loss and validation experiment - Ozonverlust- und Bewertungsexperiment SAGE III) in den USA zusammenarbeiten.
An der Theseo-Solve-Kampagne werden über 350 Personen aus der EU, Kanada, Island, Japan, Norwegen, Polen, Rußland, der Schweiz und den USA teilnehmen, um das Ozon und andere atmosphärische Gase mit Flugzeugen, Langzeitballons, Satelliten und Bodeninstrumenten zu messen.
Diese Zusammenarbeit findet im Rahmen des 1998 in Kraft getretenen Science and Technology Cooperation Agreement (Abkommen über wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit) zwischen der EU und den USA statt.
Theseo 2000 beschäftigt sich mit dem chemischen Abbau des Ozons in der arktischen Stratosphäre im Laufe der 90er Jahre, der die Möglichkeit eines "Ozonlochs" über der Arktis befürchten läßt, und untersucht außerdem den langfristigen Ozonschwund über Europa, der im Winter am größten ist.
Es wird zunehmend befürchtet, daß der Ozonschwund die Gesundheit der Bürger Europas beeinträchtigt, seitdem sich anhand von Modellen Hinweise darauf ergeben haben, daß Treibhausgase in Zukunft zu größeren Ozonverlusten in der Arktis führen können als bisher erwartet. Auch dauert es länger, bis sich die Ozonwerte weltweit wieder normalisieren, als die Wissenschaftler angenommen hatten.

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