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Ergebnisse des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung im Rahmen des Wachstumsprogramms

Beamte der Europäischen Kommission äußerten sich "zufrieden" über die Erfolgsrate des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung des Wachstumsprogramms im Rahmen des Fünften FTE-Rahmenprogramms. Von den Vorschlägen wurde jeder dritte für weitere Verhandlungen berücksichtigt; die...
Beamte der Europäischen Kommission äußerten sich "zufrieden" über die Erfolgsrate des ersten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung des Wachstumsprogramms im Rahmen des Fünften FTE-Rahmenprogramms. Von den Vorschlägen wurde jeder dritte für weitere Verhandlungen berücksichtigt; die Quote liegt somit höher als bei allen vorherigen EU-Forschungsprogrammen.
Besonders die Reaktionen von seiten der europäischen Industrie, deren Beteiligung bei 58 Prozent lag, gaben den Vertretern der Kommission Grund zur Zufriedenheit. Bei der Hälfte der Beteiligten aus dem industriellen Sektor handelte es sich um kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zur Förderung der Forschung in der Industrie hatte die Kommission Sondermaßnahmen im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen eingeführt.
Über 900 Projektvorschläge von rund 8.300 Organisationen wurden eingereicht. Das für diese Projekte erforderliche Gesamtbudget erreichte 2.500 Millionen Euro, das Dreifache des für den ersten Aufruf vorgesehenen Budgets (730 Millionen Euro).
Ein typischer erfolgreicher Vorschlag wurde von neun Partnern aus sieben Ländern eingereicht, mit einem Gesamtbudget von 4,5 Millionen Euro für eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren (ausgenommen Projekte aus der Luftfahrtindustrie).
Bei der Auswertung im Juli erklärte der unabhängige Fachausschuß, daß rund 300 Projekte die Auswahlkriterien erfüllt haben. Im August leitete die Kommission die Verhandlungen mit den Konsortien ein, um noch vor Jahresende Verträge abschließen zu können.
Entsprechend den Empfehlungen des Davignon-Berichts, einer fünfjährigen Bewertung der gemeinschaftlichen Rahmenprogramme, die in den politischen Rahmen des RP5 fallen, verdeutlichte die Kommission die Regeln und Bedingungen für eine Teilnahme (z.B. durch die Konzentration auf zielgerichtetere Forschungsaufgaben), was in dieser Runde zu einem höheren Anteil an erfolgreichen Vorschlägen führte.
Der Bericht empfahl außerdem, Forschungsprogramme durch eine stärkere Berücksichtigung der kommerziellen Nutzung der Forschung relevanter für wirtschaftliche und gesellschaftliche Belange zu machen. Diese Punkte wurden zu wichtigen Stützen des Fünften Rahmenprogramms; Vertreter der Kommission gaben dazu an, daß die meisten Antragsteller diese Kriterien erkannt und eingehalten hätten.
Sowohl die durchschnittliche Anzahl an Teilnehmern als auch die notwendige Förderung für die einzelnen Vorschläge stiegen im Vergleich zum vorherigen Rahmenprogramm an, was zu größeren, umfassenderen und eher fachübergreifenden Projekten führte. Nach Angaben von Vertretern der Kommission ist die Reaktion der Forscher auf die Herausforderung des neuen Systems zur Vorschlagseinreichung in Kombination mit einer höheren Anzahl an Partnern positiv ausgefallen.
Ein Hauptmerkmal des Fünften Rahmenprogramms ist die Öffnung der Programme für Teilnehmer von außerhalb der EU und insbesondere für Interessenten aus den 15 assoziierten Staaten, von deren Forschungsverbänden sechs Prozent der Vorschläge stammten. Frauen legten nur sechs Prozent der Vorschläge vor. Die Kommission sucht jedoch nach Möglichkeiten, um diesen Prozentanteil zu erhöhen.
Als Reaktion auf Empfehlungen der externen Beratergruppen wurde das Arbeitsprogramm der zweiten Vorschlagsrunde überarbeitet. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Leitaktion für "Innovative Produkte, Prozesse und Organisationen", die neu festgelegt und ausgerichtet wurde. Auf diese Leitaktion wurde im Rahmen des gesamten Wachstumsprogramms am schwächsten reagiert; die Kommission hat jedoch eine Reihe von Informationsveranstaltungen organisiert, um beim nächsten Aufruf bessere Reaktionen zu erzielen.
Das Programm "Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum" wurde im Hinblick auf seine Ziele wie Wirtschaftswachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen vereinfacht und genauer ausgerichtet.
Die zweite Runde der Aufrufe zur Vorschlagseinreichung läuft vom 15. Dezember 1999 bis zum 31. März 2000.

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