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Liikanen unterstützt "Eine starke E-economy für alle in Europa"

Erkki Liikanen, Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft, hat in einer Rede am 23. Februar 2000 auf dem zweiten Seminar E-Agenda für Wirtschaft in Brüssel, Belgien, versprochen, daß die Europäische Kommission alles in ihrer Macht stehende tun wird, um eine st...
Erkki Liikanen, Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft, hat in einer Rede am 23. Februar 2000 auf dem zweiten Seminar E-Agenda für Wirtschaft in Brüssel, Belgien, versprochen, daß die Europäische Kommission alles in ihrer Macht stehende tun wird, um eine starke E-economy für Europa zu gewährleisten.
"Europa steht mitten in einer wirtschaftlichen Umwälzung", sagte er. "Das ist der richtige Zeitpunkt für einen Aktionsaufruf sowohl an den privaten als auch an den öffentlichen Sektor in Europa. Wir müssen nun eine starke europäische E-economy aufbauen, die die elektronischen Dienste zum Nutzen aller einsetzt."
Seit 1994 habe sich die Europäische Union für die Informationsgesellschaft engagiert, erklärte Herr Liikanen. Und 1997 habe sie bei der Förderung des elektronischen Handels eine Führungsrolle übernommen.
Der Aufbau begann mit der europäischen Initiative im elektronischen Handel, auf die in Kürze eine Richtlinie zum elektronischen Handel folgen wird. Die Fertigstellung eines grundlegenden gesetzlichen Rahmens auf EU-Ebene steht ebenfalls bevor. Dennoch mahnte Herr Liikanen, nicht zu viele Vorschriften festzulegen. Selbstregulierung und Technologie müßten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem öffentlichen und privaten Sektor erfolgen, um das Vertrauen in den elektronischen Handel zu sichern.
Zu den weiteren Initiativen gehören der laufende Kommunikationsbericht zur Sicherung eines gesunden Wettbewerbs bei Telekommunikationsdiensten, Initiativen zum Urheberrechts- und Datenschutz sowie ein im Jahr 1999 verabschiedeter Mehrjahres-Aktionsplan zur Schaffung von Anreizen für die sicherere Nutzung des Internet.
"Ab diesem Jahr wollen wir unser Engagement zur Beschleunigung des elektronischen Handels bzw. der E-economy in Europa weiter verstärken. Dies schließt auch die jüngste eEurope-Initiative ein, die die Vorteile der Informationsgesellschaft allen Bürgern Europas zugänglich machen soll. Wir müssen den elektronischen Handel durch Erforschung der Zukunft von Technologie- und Geschäftsmodellen im Rahmen des Programms Technologie der Informationsgesellschaft weiter verbreiten", sagte Herr Liikanen.
Dennoch werfen die Besteuerung, die Vorbeugung von Straftaten und die Gerichtsbarkeit und Gesetzesanwendung Fragen auf, die noch zu klären sind.
Der finnische Kommissar wies auf drei Herausforderungen hin, denen sich die EU stellen muß, wenn der elektronische Handel sein volles Potential in Europa entwickeln soll. Kurzfristig muß Europa bei der Verbreitung des elektronischen Handels mit den USA gleichziehen. Der elektronische Handel muß so gestaltet sein, daß er sich für das Geschäftsleben und das tägliche Leben geeignet und sich zu einem festen Bestandteil dessen entwickelt. Außerdem müsse Europa seinen Vorsprung in der Mobilkommunikation wahren, die die Zukunft des elektronischen Handels darstelle.
Er sagte, die Explosion des Internet und der elektronische Handel stellten Europa bei seiner Entwicklung von einer Industriegesellschaft zu einer Informations- oder Wissensgesellschaft vor neue Herausforderungen.
"Wir sind an einem Wendepunkt in der Wirtschaftsgeschichte angelangt. Die Veränderungen verlangen, daß wir alle Ressourcen und Kapazitäten aus den Unternehmen, der Politik, der Forschung und der Technik vereinen."
"Machen wir uns nichts vor: es gibt keine Bremse, um die fortschreitenden Veränderungen der Technik aufzuhalten. Das Internet und der elektronische Handel zwingen uns, viele unserer Politiken und auch unsere eigene Arbeitsweise neu zu überdenken."
"Unsere Vision ist der Aufbau einer starken europäischen E-economy in der globalen Wirtschaft. Europa kann auf dem Gebiet "elektronischer Handel und Dienste für alle" eine Führungsrolle übernehmen."

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